T50.9 Vergiftung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAVergiftungen durch Arzneimittel und biologisch aktive Substanzen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 2Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 2 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Alkalisierende Arzneimittel

Ansäuernde Arzneimittel

Immunglobuline

Immunologisch wirksame Substanzen

Lipotrope Arzneimittel

Nebenschilddrüsenhormone und deren Derivate

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über T50.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

2.960 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 51 % Innere Medizin’24

Rang 876 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,016 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 34 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4124171,4 %1,5
1 bis unter 5 Jahre2871681199,7 %1,1
5 bis unter 10 Jahre4430141,5 %1,3
10 bis unter 15 Jahre160351255,4 %1,3
15 bis unter 18 Jahre243451988,2 %1,4
18 bis unter 20 Jahre145341114,9 %1,3
20 bis unter 25 Jahre245851608,3 %1,8
25 bis unter 30 Jahre185681176,3 %1,4
30 bis unter 35 Jahre16473915,5 %1,4
35 bis unter 40 Jahre12957724,4 %1,5
40 bis unter 45 Jahre13660764,6 %1,8
45 bis unter 50 Jahre11048623,7 %1,4
50 bis unter 55 Jahre12461634,2 %1,7
55 bis unter 60 Jahre15371825,2 %2,1
60 bis unter 65 Jahre12860684,3 %2,6
65 bis unter 70 Jahre8838503,0 %3,3
70 bis unter 75 Jahre12255674,1 %3,3
75 bis unter 80 Jahre11440743,9 %3,1
80 bis unter 85 Jahre12845834,3 %3,3
85 bis unter 90 Jahre145391064,9 %3,8
90 bis unter 95 Jahre5516391,9 %3,3
ab 95 Jahren144100,47 %2,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,1 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 3,8 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

3.005 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (51 % und 25 %)

  • Innere Medizin51 %1.540
  • Pädiatrie25 %744
  • Intensivmedizin8,0 %241
  • Gastroenterologie4,7 %140
  • Kardiologie3,5 %105
  • Übrige 21 Abteilungen7,8 %235
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,6 %78
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %49
  • Pneumologie0,70 %21
  • Nephrologie0,60 %18
  • Geriatrie0,43 %13
  • Chirurgie0,30 %9
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,27 %8
  • Kinderkardiologie0,27 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,13 %4
  • Neonatologie0,13 %4
  • Allgemeine Psychiatrie0,100 %3
  • Kinderchirurgie0,100 %3
  • Orthopädie0,100 %3
  • Gefäßchirurgie0,067 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,067 %2
  • Herzchirurgie0,067 %2
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,067 %2
  • Neurochirurgie0,067 %2
  • Unfallchirurgie0,067 %2
  • Dermatologie0,033 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,033 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu T50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis26

Akute Vergiftung durch membranstabilisierende Arzneimittel
43119Primärschlüssel
Arzneimittelintoxikation
Primärschlüssel
Arzneimittelüberdosierung
Primärschlüssel
Arzneimittelvergiftung
Primärschlüssel
Medikamentenintoxikation
Primärschlüssel
Medikamentenvergiftung
Primärschlüssel
Medikamentenvergiftung durch Überdosis
Primärschlüssel
Reaktion durch Arzneimittelüberdosis
Primärschlüssel
Reaktion durch Arzneimittelvergiftung
Primärschlüssel
Tabletteningestion
Primärschlüssel
Tablettenintoxikation
Primärschlüssel
Tablettenvergiftung
Primärschlüssel
Überdosierung
Primärschlüssel
Überdosis
Primärschlüssel
Vergiftung durch Drogen
Primärschlüssel
Vergiftung durch ein alkalisierendes Arzneimittel
Primärschlüssel
▸ noch 10 Einträge
Vergiftung durch ein ansäuerndes Arzneimittel
Primärschlüssel
Vergiftung durch ein Immunglobulin
Primärschlüssel
Vergiftung durch ein lipotropes Arzneimittel
Primärschlüssel
Vergiftung durch ein Nebenschilddrüsenhormon
Primärschlüssel
Vergiftung durch ein Nebenschilddrüsenhormonderivat
Primärschlüssel
Vergiftung durch eine biologisch aktive Substanz
Primärschlüssel
Vergiftung durch eine immunologisch wirksame Substanz
Primärschlüssel
Vergiftung durch Impfstoff
Primärschlüssel
Vergiftung durch Letrozol
529831Primärschlüssel
Vergiftung durch Pharmaka
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)2

43119
Akute Vergiftung durch Arzneimittel mit membranstabilisierender Wirkung
529831
Letrozol-Toxizität

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte