S06.0 Gehirnerschütterung

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere SHT / Andere offene Wunden / Schwerwiegende Frakturen und traumatische Amputation / Frühe Komplikationen durch Trauma — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Commotio cerebri

Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades

Regeln außerhalb des Katalogs2

Im klinischen Alltag ist es oft notwendig, Patienten, vor allem Kinder, mit Verdacht auf Commotio cerebri stationär zu überwachen. Oft stellt sich aber im Verlauf heraus, dass die Diagnose nicht bestätigt werden kann. Die Kodierung der Hauptdiagnose bereitet dann Probleme.

Ist nach Sturz eines Kindes mit lokalem Kopfschmerz S06.0 Gehirnerschütterung als Hauptdiagnose anzuerkennen, wenn durch Bogen dokumentierte Überwachung erfolgte? Keine dokumentierte Bewusstlosigkeit, kein Erbrechen. Die Commotio ist am Ende des Aufenthalts sicher ausgeschlossen.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

196.508 Fälle · 51 % Männer · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 26 % Unfallchirurgie’24

Rang 4 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 1,1 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 31, der Frauen ab etwa 56 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr9.3734.9374.4364,8 %1,4
1 bis unter 5 Jahre24.27612.93111.34512 %1,3
5 bis unter 10 Jahre15.0519.0635.9887,7 %1,4
10 bis unter 15 Jahre12.5807.3575.2236,4 %1,5
15 bis unter 18 Jahre8.3284.4643.8644,2 %1,5
18 bis unter 20 Jahre4.3112.4601.8512,2 %1,4
20 bis unter 25 Jahre8.1944.7733.4214,2 %1,4
25 bis unter 30 Jahre5.8883.5772.3113,0 %1,4
30 bis unter 35 Jahre5.0093.0431.9662,5 %1,4
35 bis unter 40 Jahre4.7332.8631.8702,4 %1,4
40 bis unter 45 Jahre4.3662.5601.8062,2 %1,6
45 bis unter 50 Jahre4.0672.3721.6952,1 %1,6
50 bis unter 55 Jahre4.5492.6321.9172,3 %1,7
55 bis unter 60 Jahre5.9893.5432.4463,0 %1,7
60 bis unter 65 Jahre6.5473.9022.6453,3 %1,8
65 bis unter 70 Jahre6.1993.6252.5743,2 %2,0
70 bis unter 75 Jahre7.2303.7873.4433,7 %2,3
75 bis unter 80 Jahre8.9424.1274.8154,6 %2,5
80 bis unter 85 Jahre17.1376.80410.3338,7 %2,8
85 bis unter 90 Jahre20.1097.20012.90910 %2,9
90 bis unter 95 Jahre10.0503.0796.9715,1 %2,9
ab 95 Jahren3.5808492.7311,8 %2,7

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 2,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

247.138 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Unfallchirurgie, hat 26 %

  • Unfallchirurgie26 %63.614
  • Chirurgie24 %59.982
  • Pädiatrie15 %37.424
  • Neurochirurgie7,6 %18.795
  • Orthopädie7,1 %17.661
  • Übrige 29 Abteilungen20 %49.662
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie7,1 %17.620
  • Neurologie3,7 %9.184
  • Innere Medizin3,6 %8.988
  • Geriatrie1,6 %4.064
  • Intensivmedizin1,5 %3.755
  • Sonstige Fachabteilung0,71 %1.763
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,64 %1.591
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,43 %1.071
  • Kardiologie0,32 %783
  • Gastroenterologie0,094 %233
  • Nephrologie0,044 %108
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,035 %87
  • Kinderkardiologie0,027 %66
  • Neonatologie0,027 %66
  • Pneumologie0,025 %63
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,019 %48
  • Urologie0,019 %47
  • Gefäßchirurgie0,012 %30
  • Plastische Chirurgie0,008 %21
  • Endokrinologie0,007 %17
  • Herzchirurgie0,006 %15
  • Augenheilkunde0,006 %14
  • Thoraxchirurgie0,003 %8
  • Strahlenheilkunde0,002 %6
  • Geburtshilfe0,002 %4
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,002 %4
  • Dermatologie0,001 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,001 %2
  • Rheumatologie0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu S06.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis11

Akute Gehirnerschütterung
Primärschlüssel
Akute traumatische Enzephalopathie
Primärschlüssel
Commotio cerebri
Primärschlüssel
Gehirnerschütterung
Primärschlüssel
Gehirnerschütterung mit leichter Nebenverletzung
Primärschlüssel
Gehirnverletzung durch Explosionsdruck
Primärschlüssel
Isolierte Gehirnerschütterung
Primärschlüssel
Isolierte Kommotio des Gehirns
Primärschlüssel
Kommotio des Gehirns bei leichter Nebenverletzung
Primärschlüssel
Schädelhirntrauma I. Grades
Primärschlüssel
Traumatische Reizung der Meningen
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Gehirnerschütterung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte