R63.3 Ernährungsprobleme und unsachgemäße Ernährung

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
⚖ Regellage4 SEG-4-Empfehlungen · 1 weitere Quelle · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Ernährungsproblem o.n.A.

Exklusive:

Ernährungsprobleme beim Neugeborenen P92.-

Fütterstörung nichtorganischen Ursprungs beim Kleinkind F98.2

Regeln außerhalb des Katalogs5

Kann R63.3 Ernährungsprobleme und unsachgemäße Ernährung bei (Klein-) Kindern bei den Diagnosen einer unkompliziert verlaufenden Gastroenteritis (Brech-Durchfallerkrankungen) als Nebendiagnose angegeben werden?

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

Fallkonstellation 1: Bei einem Patienten wird wegen Larynxkarzinom eine Laryngektomie durchgeführt. Wegen anhaltender Schluckstörungen wird zur Ernährung eine PEG-Sonde angelegt.

BSGBSG, Urteil vom 17.12.2013: kurze sozialrechtliche Verjährung – Rechtsbeziehung zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern – Geltung der Zinsvorschriften des BGB17.12.2013

Leitet eine Krankenkasse die Prüfung bezahlter Krankenhausvergütung ein, indem sie den Medizinischen Dienst hiermit beauftragt, hemmt dies nicht den Eintritt der Verjährung eines Erstattungsanspruchs wegen Überzahlung der geprüften Abrechnung.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

2.074 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel unter 1 Jahr · 58 % Innere Medizin’23

Rang 1090 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,012 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 3 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr85441543941 %4,4
1 bis unter 5 Jahre40621119520 %4,2
5 bis unter 10 Jahre16276867,8 %3,7
10 bis unter 15 Jahre12556696,0 %5,3
15 bis unter 18 Jahre5016342,4 %4,0
18 bis unter 20 Jahre6330,29 %4,8
20 bis unter 25 Jahre13760,63 %7,9
25 bis unter 30 Jahre9450,43 %2,9
30 bis unter 35 Jahre143110,68 %8,4
35 bis unter 40 Jahre12660,58 %5,7
40 bis unter 45 Jahre13670,63 %3,5
45 bis unter 50 Jahre176110,82 %6,9
50 bis unter 55 Jahre155100,72 %7,2
55 bis unter 60 Jahre3213191,5 %5,3
60 bis unter 65 Jahre4624222,2 %6,6
65 bis unter 70 Jahre5228242,5 %6,4
70 bis unter 75 Jahre6131302,9 %6,3
75 bis unter 80 Jahre5018322,4 %5,0
80 bis unter 85 Jahre7032383,4 %8,1
85 bis unter 90 Jahre3913261,9 %6,3
90 bis unter 95 Jahre207130,96 %8,2
ab 95 Jahren8260,39 %3,8

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 8,1 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

14.825 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (58 % und 21 %)

  • Innere Medizin58 %8.574
  • Pädiatrie21 %3.126
  • Gastroenterologie12 %1.834
  • Geriatrie2,5 %368
  • Chirurgie1,1 %163
  • Übrige 29 Abteilungen5,1 %760
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,86 %127
  • Kardiologie0,63 %93
  • Kinderchirurgie0,54 %80
  • Nephrologie0,47 %70
  • Neonatologie0,40 %59
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,37 %55
  • Neurologie0,31 %46
  • Sonstige Fachabteilung0,30 %45
  • Pneumologie0,23 %34
  • Kinderkardiologie0,20 %30
  • Endokrinologie0,13 %20
  • Intensivmedizin0,13 %20
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,13 %19
  • Urologie0,081 %12
  • Rheumatologie0,074 %11
  • Gefäßchirurgie0,040 %6
  • Plastische Chirurgie0,040 %6
  • Strahlenheilkunde0,040 %6
  • Unfallchirurgie0,034 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,027 %4
  • Geburtshilfe0,020 %3
  • Dermatologie0,013 %2
  • Allgemeine Psychiatrie0,007 %1
  • Herzchirurgie0,007 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,007 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,007 %1
  • Neurochirurgie0,007 %1
  • Orthopädie0,007 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,007 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu R63.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Ernährungsproblem
Primärschlüssel
Ernährungsschwierigkeiten
Primärschlüssel
Falsche Ernährung
Primärschlüssel
Unsachgemäße Ernährung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Ernährungsprobleme und unsachgemäße Ernährung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte