R07.0 Halsschmerzen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · zuletzt 25.11.2020 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt für Aufnahmen ab 01.01.2021 · auch für Rechnungen, die am 25.11.2020 in MD-Prüfung warengilt über R07.-

Ein Patient wird mit pectanginösen Beschwerden unter Verdacht auf koronare Herzkrankheit aufgenommen. Die kardiologische Diagnostik einschließlich Linksherzkatheteruntersuchung ergibt keinen Hinweis auf eine kardiale Ursache. Rechtfertigt diese Symptomatik alleine die Kodierung der Angina pectoris als Hauptdiagnose?

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext R07.0 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

442 Fälle · 56 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 58 % Innere Medizin’23

Rang 2491 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 55 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1010,23 %3,0
1 bis unter 5 Jahre8531,8 %2,5
5 bis unter 10 Jahre211474,8 %1,8
10 bis unter 15 Jahre164123,6 %1,4
15 bis unter 18 Jahre133102,9 %2,5
18 bis unter 20 Jahre10282,3 %2,5
20 bis unter 25 Jahre2210125,0 %2,3
25 bis unter 30 Jahre15693,4 %2,1
30 bis unter 35 Jahre209114,5 %2,1
35 bis unter 40 Jahre2512135,7 %2,5
40 bis unter 45 Jahre249155,4 %2,5
45 bis unter 50 Jahre2210125,0 %3,1
50 bis unter 55 Jahre2514115,7 %2,0
55 bis unter 60 Jahre3218147,2 %2,5
60 bis unter 65 Jahre2612145,9 %2,0
65 bis unter 70 Jahre181084,1 %3,3
70 bis unter 75 Jahre3211217,2 %3,4
75 bis unter 80 Jahre3012186,8 %5,4
80 bis unter 85 Jahre3820188,6 %4,1
85 bis unter 90 Jahre2711166,1 %5,1
90 bis unter 95 Jahre11292,5 %3,9
ab 95 Jahren6241,4 %4,5

Behandelnde Fachabteilung

79.689 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Kardiologie (58 % und 34 %)

  • Innere Medizin58 %46.588
  • Kardiologie34 %27.300
  • Pädiatrie3,7 %2.949
  • Sonstige Fachabteilung0,57 %452
  • Gastroenterologie0,41 %328
  • Übrige 24 Abteilungen2,6 %2.072
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie0,41 %326
  • Intensivmedizin0,33 %259
  • Chirurgie0,32 %255
  • Endokrinologie0,32 %254
  • Geriatrie0,21 %168
  • Nephrologie0,15 %117
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,14 %112
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,12 %92
  • Neurologie0,10 %80
  • Kinderkardiologie0,082 %65
  • Unfallchirurgie0,074 %59
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,065 %52
  • Herzchirurgie0,064 %51
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,060 %48
  • Thoraxchirurgie0,041 %33
  • Gefäßchirurgie0,036 %29
  • Orthopädie0,035 %28
  • Urologie0,016 %13
  • Kinderchirurgie0,011 %9
  • Neurochirurgie0,010 %8
  • Rheumatologie0,009 %7
  • Geburtshilfe0,005 %4
  • Plastische Chirurgie0,003 %2
  • Dermatologie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu R07.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Halsschmerzen
Primärschlüssel
Unklare Halsschmerzen
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Halsschmerzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte