R00-R99 Kapitel 18. Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Text:

Dieses Kapitel umfasst (subjektive und objektive) Symptome, abnorme Ergebnisse von klinischen oder sonstigen Untersuchungen sowie ungenau bezeichnete Zustände, für die an anderer Stelle keine klassifizierbare Diagnose vorliegt.

Diejenigen Symptome, die mit ziemlicher Sicherheit auf eine bestimmte Diagnose hindeuten, sind unter den entsprechenden Kategorien in anderen Kapiteln der Klassifikation aufgeführt. Die Kategorien dieses Kapitels enthalten im Allgemeinen weniger genau bezeichnete Zustände und Symptome, die ohne die zur Feststellung einer endgültigen Diagnose notwendigen Untersuchungen des Patienten mit etwa gleicher Wahrscheinlichkeit auf zwei oder mehr Krankheiten oder auf zwei oder mehr Organsysteme hindeuten. Im Grunde genommen könnten alle Kategorien in diesem Kapitel mit dem Zusatz "ohne nähere Angabe", "unbekannter Ätiologie" oder "vorübergehend" versehen werden. Um festzustellen, welche Symptome in dieses Kapitel und welche in die anderen Kapitel einzuordnen sind, sollte das Alphabetische Verzeichnis benutzt werden. Die übrigen, mit .8 bezifferten Subkategorien, sind im Allgemeinen für sonstige relevante Symptome vorgesehen, die an keiner anderen Stelle der Klassifikation eingeordnet werden können.

Die unter den Kategorien R00-R99 klassifizierten Zustände und Symptome betreffen:-

Patienten, bei denen keine genauere Diagnose gestellt werden kann, obwohl alle für den Krankheitsfall bedeutungsvollen Fakten untersucht worden sind;-

zum Zeitpunkt der Erstkonsultation vorhandene Symptome, die sich als vorübergehend erwiesen haben und deren Ursachen nicht festgestellt werden konnten;-

vorläufige Diagnosen bei einem Patienten, der zur weiteren Diagnostik oder Behandlung nicht erschienen ist;-

Patienten, die vor Abschluss der Diagnostik an eine andere Stelle zur Untersuchung oder zur Behandlung überwiesen wurden;-

Patienten, bei denen aus irgendeinem anderen Grunde keine genauere Diagnose gestellt wurde;-

bestimmte Symptome, zu denen zwar ergänzende Information vorliegt, die jedoch eigenständige, wichtige Probleme für die medizinische Betreuung darstellen.

Exklusive:

Abnorme Befunde bei der pränatalen Screeninguntersuchung der Mutter O28.-

Bestimmte Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben P00-P96

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über R00.-

Die Hauptdiagnose wird definiert als:

gilt über R00.-

Die Hauptdiagnose wird definiert als:

Unter welchen Voraussetzungen ist als Nebendiagnose der ICD-Kode R54 Senilität kodierbar?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes13

R00-R09 Symptome, die das Kreislaufsystem und das Atmungssystem betreffen⚖ 2
R10-R19 Symptome, die das Verdauungssystem und das Abdomen betreffen
R20-R23 Symptome, die die Haut und das Unterhautgewebe betreffen
R25-R29 Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen
R30-R39 Symptome, die das Harnsystem betreffen
R40-R46 Symptome, die das Erkennungs- und Wahrnehmungsvermögen, die Stimmung und das Verhalten betreffen⚖ 1
R47-R49 Symptome, die die Sprache und die Stimme betreffen
R50-R69 Allgemeinsymptome
R70-R79 Abnorme Blutuntersuchungsbefunde ohne Vorliegen einer Diagnose
R80-R82 Abnorme Urinuntersuchungsbefunde ohne Vorliegen einer Diagnose
R83-R89 Abnorme Befunde ohne Vorliegen einer Diagnose bei der Untersuchung anderer Körperflüssigkeiten, Substanzen und Gewebe
R90-R94 Abnorme Befunde ohne Vorliegen einer Diagnose bei bildgebender Diagnostik und Funktionsprüfungen
R95-R99 Ungenau bezeichnete und unbekannte Todesursachen

Diagnosehäufigkeit

715.507 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 41 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter R00-R99.

Rang 10 von 21 auf derselben Katalogebene · 4,0 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr16.0528.2777.7752,2 %2,5
1 bis unter 5 Jahre13.8357.5796.2561,9 %2,1
5 bis unter 10 Jahre14.6897.9826.7072,1 %1,9
10 bis unter 15 Jahre22.9769.63513.3413,2 %2,0
15 bis unter 18 Jahre21.8077.62414.1833,0 %2,0
18 bis unter 20 Jahre9.6523.7235.9291,3 %2,1
20 bis unter 25 Jahre23.5289.81113.7173,3 %2,1
25 bis unter 30 Jahre22.58210.08912.4933,2 %2,2
30 bis unter 35 Jahre24.22611.43112.7953,4 %2,3
35 bis unter 40 Jahre27.07212.60914.4633,8 %2,5
40 bis unter 45 Jahre27.89513.07314.8223,9 %2,6
45 bis unter 50 Jahre28.01013.47214.5383,9 %2,9
50 bis unter 55 Jahre33.31116.48816.8234,7 %3,2
55 bis unter 60 Jahre44.73923.36821.3716,3 %3,4
60 bis unter 65 Jahre51.02927.70123.3287,1 %3,7
65 bis unter 70 Jahre49.89426.80023.0947,0 %4,1
70 bis unter 75 Jahre56.95229.74827.2048,0 %4,9
75 bis unter 80 Jahre56.93428.69228.2428,0 %5,6
80 bis unter 85 Jahre77.78936.56141.22811 %6,4
85 bis unter 90 Jahre65.34428.58236.7629,1 %7,2
90 bis unter 95 Jahre22.1048.82613.2783,1 %7,5
ab 95 Jahren5.0871.7303.3570,71 %7,3

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,9 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 7,5 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

715.306 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Kardiologie (41 % und 11 %)

  • Innere Medizin41 %290.226
  • Kardiologie11 %76.773
  • Pädiatrie11 %76.281
  • Neurologie11 %75.819
  • Chirurgie5,3 %37.666
  • Übrige 32 Abteilungen22 %158.541
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie5,0 %35.859
  • Urologie4,6 %32.875
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,8 %20.233
  • Gastroenterologie2,5 %17.845
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,6 %11.364
  • Pneumologie1,1 %7.783
  • Intensivmedizin0,74 %5.279
  • Sonstige Fachabteilung0,64 %4.567
  • Unfallchirurgie0,47 %3.338
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,46 %3.294
  • Kinderchirurgie0,35 %2.529
  • Nephrologie0,29 %2.057
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,25 %1.816
  • Neurochirurgie0,25 %1.772
  • Orthopädie0,17 %1.243
  • Thoraxchirurgie0,14 %1.001
  • Endokrinologie0,12 %837
  • Plastische Chirurgie0,10 %749
  • Gefäßchirurgie0,094 %674
  • Neonatologie0,093 %663
  • Herzchirurgie0,079 %567
  • Kinderkardiologie0,078 %560
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,052 %373
  • Dermatologie0,050 %361
  • Rheumatologie0,046 %329
  • Geburtshilfe0,040 %288
  • Strahlenheilkunde0,017 %120
  • Allgemeine Psychiatrie0,014 %103
  • Augenheilkunde0,005 %38
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,002 %14
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,001 %8
  • Nuklearmedizin0,000 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter R00-R99.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Kapitel 18. Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte