Q28.2- Arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAAkute zerebrale Ischämie oder akuter n.n.bez. Schlag-anfall / Fehlbildungen zerebraler und präzerebraler Gefäße (< 18 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über Q28.-FoKA: Konsens

Nachuntersuchung nach Coiling eines angeborenen Aneurysmas der intrakraniellen A. carotis interna vor dem Ophthalmicaabgang. Angiografie mit Nachweis einer minimalen Reperfusion am Aneurysmahals. Was ist die Hauptdiagnose, Z09.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

Q28.20 Angeborenes arteriovenöses Aneurysma der zerebralen GefäßeCCL:34Morbi-RSA⚖ 1
Q28.21 Angeborene arteriovenöse Fistel der zerebralen GefäßeCCL:34Morbi-RSA⚖ 1
Q28.28 Sonstige angeborene arteriovenöse Fehlbildungen der zerebralen GefäßeCCL:34Morbi-RSA⚖ 1
Q28.29 Angeborene arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

978 Fälle · 56 % Männer · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 37 % Neurochirurgie’23

Rang 1708 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 37 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr372983,8 %9,4
1 bis unter 5 Jahre4930195,0 %4,6
5 bis unter 10 Jahre4122194,2 %3,8
10 bis unter 15 Jahre5122295,2 %5,4
15 bis unter 18 Jahre5531245,6 %8,8
18 bis unter 20 Jahre2515102,6 %12,3
20 bis unter 25 Jahre6433316,5 %5,8
25 bis unter 30 Jahre7138337,3 %6,5
30 bis unter 35 Jahre7525507,7 %6,6
35 bis unter 40 Jahre6038226,1 %6,7
40 bis unter 45 Jahre7439357,6 %8,6
45 bis unter 50 Jahre4930195,0 %8,6
50 bis unter 55 Jahre5338155,4 %7,0
55 bis unter 60 Jahre7149227,3 %9,6
60 bis unter 65 Jahre7138337,3 %6,8
65 bis unter 70 Jahre6942277,1 %8,5
70 bis unter 75 Jahre3017133,1 %4,5
75 bis unter 80 Jahre164121,6 %14,3
80 bis unter 85 Jahre15871,5 %7,3
85 bis unter 90 Jahre2200,20 %18,5
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,4 Tagen (10 bis unter 15 Jahre) und ⌀ 9,6 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

1.899 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Neurochirurgie, hat 37 %

  • Neurochirurgie37 %706
  • Sonstige Fachabteilung14 %272
  • Pädiatrie12 %228
  • Neurologie9,1 %172
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,9 %75
  • Übrige 23 Abteilungen23 %446
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie3,6 %69
  • Strahlenheilkunde3,3 %62
  • Gefäßchirurgie2,8 %54
  • Kinderkardiologie2,6 %49
  • Chirurgie2,2 %41
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,9 %37
  • Innere Medizin1,8 %35
  • Plastische Chirurgie1,2 %23
  • Intensivmedizin0,74 %14
  • Unfallchirurgie0,58 %11
  • Neonatologie0,42 %8
  • Orthopädie0,37 %7
  • Kardiologie0,32 %6
  • Dermatologie0,26 %5
  • Urologie0,26 %5
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,21 %4
  • Pneumologie0,21 %4
  • Thoraxchirurgie0,21 %4
  • Herzchirurgie0,16 %3
  • Geriatrie0,11 %2
  • Augenheilkunde0,053 %1
  • Endokrinologie0,053 %1
  • Gastroenterologie0,053 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Q28.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte