Q28.2- Arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAAkute zerebrale Ischämie oder akuter n.n.bez. Schlag-anfall / Fehlbildungen zerebraler und präzerebraler Gefäße (< 18 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über Q28.-FoKA: Konsens

Nachuntersuchung nach Coiling eines angeborenen Aneurysmas der intrakraniellen A. carotis interna vor dem Ophthalmicaabgang. Angiografie mit Nachweis einer minimalen Reperfusion am Aneurysmahals. Was ist die Hauptdiagnose, Z09.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

Q28.20 Angeborenes arteriovenöses Aneurysma der zerebralen GefäßeMorbi-RSA⚖ 1
Q28.21 Angeborene arteriovenöse Fistel der zerebralen GefäßeMorbi-RSA⚖ 1
Q28.28 Sonstige angeborene arteriovenöse Fehlbildungen der zerebralen GefäßeMorbi-RSA⚖ 1
Q28.29 Angeborene arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

967 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 35 bis unter 40 Jahre · 38 % Neurochirurgie’22

Rang 1683 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 36 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr5437175,6 %10,2
1 bis unter 5 Jahre3221113,3 %5,2
5 bis unter 10 Jahre4528174,7 %7,8
10 bis unter 15 Jahre5530255,7 %13,3
15 bis unter 18 Jahre3411233,5 %6,0
18 bis unter 20 Jahre3216163,3 %6,6
20 bis unter 25 Jahre7132397,3 %5,9
25 bis unter 30 Jahre5931286,1 %6,4
30 bis unter 35 Jahre8240428,5 %6,5
35 bis unter 40 Jahre8739489,0 %6,4
40 bis unter 45 Jahre5534215,7 %5,2
45 bis unter 50 Jahre5132195,3 %6,3
50 bis unter 55 Jahre6332316,5 %7,5
55 bis unter 60 Jahre7443317,7 %6,6
60 bis unter 65 Jahre6334296,5 %6,6
65 bis unter 70 Jahre4427174,6 %7,3
70 bis unter 75 Jahre3420143,5 %9,9
75 bis unter 80 Jahre211382,2 %6,5
80 bis unter 85 Jahre8350,83 %5,9
85 bis unter 90 Jahre2110,21 %2,0
90 bis unter 95 Jahre1100,10 %2,0
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,2 Tagen (40 bis unter 45 Jahre) und ⌀ 13,3 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

1.909 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Neurochirurgie, hat 38 %

  • Neurochirurgie38 %734
  • Pädiatrie14 %258
  • Sonstige Fachabteilung11 %215
  • Neurologie9,8 %188
  • Gefäßchirurgie3,7 %70
  • Übrige 24 Abteilungen23 %444
▸ Übrige einzeln
  • Strahlenheilkunde3,6 %69
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,5 %67
  • Kinderchirurgie2,5 %48
  • Kinderkardiologie2,3 %44
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,9 %37
  • Innere Medizin1,8 %35
  • Orthopädie1,7 %32
  • Chirurgie1,5 %29
  • Intensivmedizin0,73 %14
  • Plastische Chirurgie0,73 %14
  • Kardiologie0,52 %10
  • Unfallchirurgie0,52 %10
  • Neonatologie0,42 %8
  • Dermatologie0,31 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,26 %5
  • Herzchirurgie0,26 %5
  • Geburtshilfe0,10 %2
  • Nephrologie0,10 %2
  • Thoraxchirurgie0,10 %2
  • Endokrinologie0,052 %1
  • Gastroenterologie0,052 %1
  • Geriatrie0,052 %1
  • Pneumologie0,052 %1
  • Urologie0,052 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Q28.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte