Q23.1 Angeborene Aortenklappeninsuffizienz

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSASonstige Herzfehler — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · 1 weitere Quelle · 1 offene Streitfrage · zuletzt 22.06.2022 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Angeborene Aorteninsuffizienz

Bikuspidale Aortenklappe

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über Q23.-FoKA: Dissens

78-jährige Patientin kommt geplant zur Operation einer Aortenklappenstenose. Intraoperativ findet sich eine bikuspidale Aorten-klappe mit Stenose. Wie ist die Aortenklappenstenose in diesem Fall zu kodieren?

BSGBSG, Urteil vom 22.06.2022: Entscheidung des Schlichtungsausschusses nach § 19 KHG – keine Geltung für Krankenhausabrechnungen, bei denen die Prüfung durch den Medizini …22.06.2022

1. Bei einer angeborenen bikuspidalen Aortenklappe, die eine funktionelle Störung verursacht, ist der ICD-10-GM-Kode Q23.1 einschlägig, unabhängig davon, welcher Art die Störung ist und wann sie auftritt. 2. Entscheidungen des Schlichtungsausschusses auf Bundesebene zur Klärung strittiger Kodier- und Abrechnungsfragen gelten nicht für Krankenhausrechnungen, bei denen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Entscheidung die Prüfung durch den Medizinischen Dienst bereits abgeschlossen war, auch wenn die Krankenhausrechnungen danach streitig blieben und Gegenstand eines anhängigen Rechtsstreits si …

Volltext anzeigen (~23 Seiten)

Wird geladen …

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

684 Fälle · 79 % Männer · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 44 % Kinderkardiologie’23

Rang 2043 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 50 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr161152,3 %5,7
1 bis unter 5 Jahre6150,88 %5,8
5 bis unter 10 Jahre211743,1 %4,7
10 bis unter 15 Jahre232033,4 %8,9
15 bis unter 18 Jahre151052,2 %7,5
18 bis unter 20 Jahre131031,9 %11,5
20 bis unter 25 Jahre343045,0 %8,5
25 bis unter 30 Jahre423576,1 %10,6
30 bis unter 35 Jahre373345,4 %8,1
35 bis unter 40 Jahre4937127,2 %10,2
40 bis unter 45 Jahre312384,5 %9,5
45 bis unter 50 Jahre5343107,7 %9,1
50 bis unter 55 Jahre595548,6 %10,6
55 bis unter 60 Jahre87721513 %8,7
60 bis unter 65 Jahre71571410 %9,4
65 bis unter 70 Jahre4231116,1 %9,0
70 bis unter 75 Jahre4328156,3 %8,9
75 bis unter 80 Jahre2914154,2 %10,3
80 bis unter 85 Jahre9631,3 %7,4
85 bis unter 90 Jahre2200,29 %5,5
90 bis unter 95 Jahre2200,29 %3,5
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

2.155 Fälle

Vor allem Kinderkardiologie und Herzchirurgie (44 % und 29 %)

  • Kinderkardiologie44 %939
  • Herzchirurgie29 %625
  • Pädiatrie8,5 %184
  • Kardiologie6,8 %146
  • Innere Medizin3,4 %74
  • Übrige 8 Abteilungen8,7 %187
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin3,0 %65
  • Thoraxchirurgie2,2 %48
  • Neonatologie2,0 %44
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,97 %21
  • Geburtshilfe0,28 %6
  • Chirurgie0,046 %1
  • Nephrologie0,046 %1
  • Neurologie0,046 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Q23.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis6

Angeborene Aorteninsuffizienz
Primärschlüssel
Aortenklappenhypoplasie
Primärschlüssel
Bikuspidale Aortenklappe
Primärschlüssel
Familiäre bikuspidale Aortenklappe
402075Primärschlüssel
Kongenitale Aortenklappeninsuffizienz
Primärschlüssel
Laubry-Pezzi-Syndrom
99094Zwei Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

402075
Bikuspide Aortenklappe, familiäre FormFamiliäre BAV

Änderungen

2010Bestand
Angeborene Aortenklappeninsuffizienz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte