O99.3 Psychische Krankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAKomplikationen in Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett ohne prospektive Kosten — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
weiblichPrimär für weibliche Patienten vorgesehen (Kann-Kriterium). Bei abweichendem Geschlecht erzeugt der Grouper eine Warnung.
12 – 55Altersbeschränkung: 12 Jahre – 55 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Krankheitszustände unter F00-F99 und G00-G99

Exklusive:

Periphere Neuritis während der Schwangerschaft O26.83

Postpartale Depression F53.0

Wochenbettpsychose F53.1

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über O99.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über O99.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

3.242 Fälle · 100 % Frauen · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 80 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’22

Rang 806 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 31 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre290290,89 %4,1
18 bis unter 20 Jahre660662,0 %2,7
20 bis unter 25 Jahre414041413 %3,2
25 bis unter 30 Jahre801080125 %3,2
30 bis unter 35 Jahre1.05201.05232 %3,1
35 bis unter 40 Jahre677067721 %3,3
40 bis unter 45 Jahre19101915,9 %3,6
45 bis unter 50 Jahre100100,31 %3,4
50 bis unter 55 Jahre2020,062 %3,5
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,7 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 3,6 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

26.842 Fälle

Überwiegend Frauenheilkunde und Geburtshilfe (80 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe80 %21.393
  • Geburtshilfe12 %3.346
  • Innere Medizin2,9 %778
  • Chirurgie1,6 %438
  • Neurologie1,0 %273
  • Übrige 27 Abteilungen2,3 %614
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie0,42 %113
  • Gastroenterologie0,42 %112
  • Dermatologie0,26 %69
  • Pneumologie0,16 %43
  • Urologie0,14 %38
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,13 %36
  • Intensivmedizin0,093 %25
  • Pädiatrie0,082 %22
  • Sonstige Fachabteilung0,078 %21
  • Nephrologie0,075 %20
  • Unfallchirurgie0,071 %19
  • Neurochirurgie0,067 %18
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,063 %17
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,045 %12
  • Orthopädie0,037 %10
  • Endokrinologie0,019 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,019 %5
  • Rheumatologie0,019 %5
  • Augenheilkunde0,015 %4
  • Herzchirurgie0,015 %4
  • Kinderkardiologie0,015 %4
  • Thoraxchirurgie0,015 %4
  • Plastische Chirurgie0,011 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,007 %2
  • Gefäßchirurgie0,004 %1
  • Geriatrie0,004 %1
  • Kinderchirurgie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu O99.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis22

Abhängigkeit von Drogen bei Gravidität
Primärschlüssel
Alkoholabhängigkeit bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Arzneimittelabhängigkeit bei Gravidität
Primärschlüssel
Arzneimittelabhängigkeit bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Depression bei Gravidität
Primärschlüssel
Drogenabhängigkeit bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Generationspsychose
Primärschlüssel
Gestationspsychose
Primärschlüssel
Graviditätspsychoneurose
Primärschlüssel
Graviditätspsychose
Primärschlüssel
Medikamentenabhängigkeit bei Gravidität
Primärschlüssel
Polyneuritis bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Polyneuritis gestationis
Primärschlüssel
Psychische Störung bei Gravidität
Primärschlüssel
Psychische Störung bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Schwangerschaftsdepression
Primärschlüssel
▸ noch 6 Einträge
Schwangerschaftspsychoneurose
Primärschlüssel
Schwangerschaftspsychose
Primärschlüssel
Seelische Störung bei Gravidität
Primärschlüssel
Seelische Störung bei Schwangerschaft
Primärschlüssel
Zerebrale Hemiplegie im Wochenbett
Primärschlüssel
Konfliktschwangerschaft
zurückgezogenPrimärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Psychische Krankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte