O60.3 Vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAEntbindung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
weiblichPrimär für weibliche Patienten vorgesehen (Kann-Kriterium). Bei abweichendem Geschlecht erzeugt der Grouper eine Warnung.
12 – 55Altersbeschränkung: 12 Jahre – 55 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Vorzeitige Entbindung (durch): induziert

Vorzeitige Entbindung (durch): Kaiserschnitt, ohne spontane Wehen

Regeln außerhalb des Katalogs2

Erfolgt die Aufnahme zur vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft durch Abort (Fetal­gewicht unter 500g, keine Vitalitätszeichen), z.B. aus medizinischen Gründen, oder aufgrund eines behandlungs- bzw.

Eine Entbindung (spontan, eingeleitet oder durch Kaiser­schnitt) vor der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche (Frühgeburt) wird mit

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.905 Fälle · 100 % Frauen · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 82 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’24

Rang 1161 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,011 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre5050,26 %4,4
18 bis unter 20 Jahre260261,4 %5,8
20 bis unter 25 Jahre15701578,2 %7,3
25 bis unter 30 Jahre423042322 %7,2
30 bis unter 35 Jahre620062033 %7,5
35 bis unter 40 Jahre473047325 %8,7
40 bis unter 45 Jahre16501658,7 %10,6
45 bis unter 50 Jahre310311,6 %12,8
50 bis unter 55 Jahre5050,26 %5,5
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 7,2 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 10,6 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

21.297 Fälle

Überwiegend Frauenheilkunde und Geburtshilfe (82 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe82 %17.507
  • Geburtshilfe18 %3.767
  • Innere Medizin0,061 %13
  • Kardiologie0,014 %3
  • Pädiatrie0,009 %2
  • Übrige 5 Abteilungen0,023 %5
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,005 %1
  • Intensivmedizin0,005 %1
  • Nephrologie0,005 %1
  • Neurologie0,005 %1
  • Urologie0,005 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu O60.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Schnittentbindung bei fetaler Unreife
Primärschlüssel
Vorzeitige Entbindung durch Kaiserschnitt, ohne spontane Wehen
Primärschlüssel
Vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen
Primärschlüssel
Vorzeitige induzierte Entbindung
Primärschlüssel
Vorzeitige Entbindung ohne Wehen
zurückgezogenPrimärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Vorzeitige Entbindung ohne spontane Wehen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte