O24.- Diabetes mellitus in der Schwangerschaft

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
weiblichPrimär für weibliche Patienten vorgesehen (Kann-Kriterium). Bei abweichendem Geschlecht erzeugt der Grouper eine Warnung.
12 – 55Altersbeschränkung: 12 Jahre – 55 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Bei Geburt und im Wochenbett

Regeln außerhalb des Katalogs3

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

Wann kann P70.0 Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus oder P70.1 Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter kodiert werden?

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

O24.0 Vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1weiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 4ATC: 5
O24.1 Vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 2weiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 3ATC: 5
O24.2 Vorher bestehender Diabetes mellitus durch Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]weiblich12 – 55CCL:12SeltenMorbi-RSA⚖ 3ATC: 5
O24.3 Vorher bestehender Diabetes mellitus, nicht näher bezeichnetweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 4ATC: 5
O24.4 Diabetes mellitus, während der Schwangerschaft auftretendweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 4
O24.9 nicht näher bezeichnetweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 3

Diagnosehäufigkeit

9.838 Fälle · 100 % Frauen · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 82 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter O24.-.

Rang 316 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,055 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre2020,020 %1,8
15 bis unter 18 Jahre310310,32 %3,6
18 bis unter 20 Jahre630630,64 %3,9
20 bis unter 25 Jahre75107517,6 %4,2
25 bis unter 30 Jahre2.15802.15822 %4,2
30 bis unter 35 Jahre3.26903.26933 %4,1
35 bis unter 40 Jahre2.64402.64427 %4,1
40 bis unter 45 Jahre85208528,7 %4,3
45 bis unter 50 Jahre620620,63 %4,3
50 bis unter 55 Jahre6060,061 %5,1
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

10.092 Fälle

Überwiegend Frauenheilkunde und Geburtshilfe (82 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe82 %8.244
  • Geburtshilfe15 %1.541
  • Innere Medizin2,4 %242
  • Endokrinologie0,32 %32
  • Gastroenterologie0,16 %16
  • Übrige 7 Abteilungen0,17 %17
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,059 %6
  • Nephrologie0,040 %4
  • Intensivmedizin0,020 %2
  • Kardiologie0,020 %2
  • Chirurgie0,010 %1
  • Gefäßchirurgie0,010 %1
  • Neurologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus in der Schwangerschaft

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte