O03.- Spontanabort

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
weiblichPrimär für weibliche Patienten vorgesehen (Kann-Kriterium). Bei abweichendem Geschlecht erzeugt der Grouper eine Warnung.
12 – 55Altersbeschränkung: 12 Jahre – 55 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln — Regeln außerhalb des Katalogs
Zusatzkennzeichen:

[4. Stellen siehe am Anfang dieser Krankheitsgruppe]

Inklusive:

Fehlgeburt

Regeln außerhalb des Katalogs2

Eine Sepsis wird mit einem passenden Sepsis-Kode z.B. aus Tabelle 1 kodiert. Dies trifft auch auf eine klinisch manifeste Urosepsis zu.

O08.– Komplikationen nach Abort, Extrauteringravidität und Molenschwangerschaft

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

O03.0 Inkomplett, kompliziert durch Infektion des Genitaltraktes und des Beckensweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 3
O03.1 Inkomplett, kompliziert durch Spätblutung oder verstärkte Blutungweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.2 Inkomplett, kompliziert durch Embolieweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.3 Inkomplett, mit sonstigen und nicht näher bezeichneten Komplikationenweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.4 Inkomplett, ohne Komplikationweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.5 Komplett oder nicht näher bezeichnet, kompliziert durch Infektion des Genitaltraktes und des Beckensweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.6 Komplett oder nicht näher bezeichnet, kompliziert durch Spätblutung oder verstärkte Blutungweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.7 Komplett oder nicht näher bezeichnet, kompliziert durch Embolieweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.8 Komplett oder nicht näher bezeichnet, mit sonstigen und nicht näher bezeichneten Komplikationenweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2
O03.9 Komplett oder nicht näher bezeichnet, ohne Komplikationweiblich12 – 55CCL:12Morbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

6.293 Fälle · 100 % Frauen · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 97 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter O03.-.

Rang 410 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,035 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre5050,079 %1,5
15 bis unter 18 Jahre660661,0 %1,7
18 bis unter 20 Jahre11301131,8 %1,7
20 bis unter 25 Jahre660066010 %1,6
25 bis unter 30 Jahre1.30401.30421 %1,7
30 bis unter 35 Jahre1.75501.75528 %1,8
35 bis unter 40 Jahre1.58301.58325 %1,7
40 bis unter 45 Jahre742074212 %1,5
45 bis unter 50 Jahre590590,94 %1,5
50 bis unter 55 Jahre5050,079 %1,5
55 bis unter 60 Jahre1010,016 %7,0
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

6.296 Fälle

Überwiegend Frauenheilkunde und Geburtshilfe (97 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe97 %6.125
  • Geburtshilfe2,2 %139
  • Innere Medizin0,19 %12
  • Intensivmedizin0,13 %8
  • Sonstige Fachabteilung0,064 %4
  • Übrige 5 Abteilungen0,13 %8
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie0,048 %3
  • Pädiatrie0,032 %2
  • Kardiologie0,016 %1
  • Neurologie0,016 %1
  • Unfallchirurgie0,016 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Spontanabort

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte