N39.4- Sonstige näher bezeichnete Harninkontinenz

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAUrininkontinenz — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll eine damit verbundene hyperaktive Blase [overactive bladder] oder Detrusorüberaktivität angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N32.8) zu benutzen.

Soll nach einer durchgeführten Harninkontinenzoperation das erneute Auftreten der ursprünglich diagnostizierten Inkontinenz (Rezidivinkontinenz) angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N39.47!) zu benutzen.

Exklusive:

Enuresis o.n.A. R32

Harninkontinenz: nichtorganischer Ursprung F98.0-

Harninkontinenz: o.n.A. R32

Regeln außerhalb des Katalogs1

Der Befund Inkontinenz ist von klinischer Bedeutung, wenn

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

N39.40 ReflexinkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.41 ÜberlaufinkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.42 DranginkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.43 Extraurethrale HarninkontinenzCCL:1Morbi-RSA⚖ 1
N39.47! RezidivinkontinenzAusrufezeichenkodeCCL:1Morbi-RSA⚖ 3
N39.48 Sonstige näher bezeichnete HarninkontinenzMorbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

6.460 Fälle · 68 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 47 % Innere Medizin’24

Rang 506 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,036 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 76, der Frauen ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre2020,031 %2,5
5 bis unter 10 Jahre11650,17 %2,6
10 bis unter 15 Jahre11650,17 %2,5
15 bis unter 18 Jahre4130,062 %1,6
18 bis unter 20 Jahre8530,12 %3,1
20 bis unter 25 Jahre2610160,40 %1,9
25 bis unter 30 Jahre337260,51 %2,4
30 bis unter 35 Jahre5111400,79 %2,1
35 bis unter 40 Jahre10625811,6 %2,1
40 bis unter 45 Jahre131151162,0 %2,9
45 bis unter 50 Jahre210281823,3 %2,4
50 bis unter 55 Jahre311602514,8 %2,1
55 bis unter 60 Jahre536934438,3 %2,0
60 bis unter 65 Jahre66317049310 %2,6
65 bis unter 70 Jahre76123752412 %2,5
70 bis unter 75 Jahre91929762214 %2,6
75 bis unter 80 Jahre93029463614 %2,7
80 bis unter 85 Jahre97538658915 %3,1
85 bis unter 90 Jahre5972933049,2 %3,7
90 bis unter 95 Jahre15093572,3 %4,1
ab 95 Jahren2514110,39 %4,6

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,0 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 4,1 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

191.411 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Urologie (47 % und 25 %)

  • Innere Medizin47 %89.819
  • Urologie25 %47.676
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe7,4 %14.088
  • Gastroenterologie4,6 %8.828
  • Geriatrie3,6 %6.863
  • Übrige 28 Abteilungen13 %24.137
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,6 %5.040
  • Kardiologie2,5 %4.722
  • Pädiatrie2,1 %4.110
  • Nephrologie1,7 %3.322
  • Neurologie1,1 %2.183
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,68 %1.301
  • Pneumologie0,52 %1.004
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %620
  • Kinderchirurgie0,20 %388
  • Endokrinologie0,19 %356
  • Intensivmedizin0,15 %284
  • Unfallchirurgie0,087 %166
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,066 %126
  • Orthopädie0,059 %113
  • Neurochirurgie0,053 %102
  • Rheumatologie0,045 %87
  • Gefäßchirurgie0,027 %52
  • Strahlenheilkunde0,016 %30
  • Dermatologie0,015 %28
  • Herzchirurgie0,015 %28
  • Kinderkardiologie0,010 %19
  • Neonatologie0,010 %19
  • Plastische Chirurgie0,007 %14
  • Geburtshilfe0,005 %9
  • Thoraxchirurgie0,004 %7
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,002 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %2
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu N39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige näher bezeichnete Harninkontinenz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte