N39.4- Sonstige näher bezeichnete Harninkontinenz

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAUrininkontinenz — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll eine damit verbundene hyperaktive Blase [overactive bladder] oder Detrusorüberaktivität angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N32.8) zu benutzen.

Soll nach einer durchgeführten Harninkontinenzoperation das erneute Auftreten der ursprünglich diagnostizierten Inkontinenz (Rezidivinkontinenz) angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N39.47!) zu benutzen.

Exklusive:

Enuresis o.n.A. R32

Harninkontinenz: nichtorganischer Ursprung F98.0-

Harninkontinenz: o.n.A. R32

Regeln außerhalb des Katalogs1

Der Befund Inkontinenz ist von klinischer Bedeutung, wenn

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

N39.40 ReflexinkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.41 ÜberlaufinkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.42 DranginkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.43 Extraurethrale HarninkontinenzMorbi-RSA⚖ 1
N39.47! RezidivinkontinenzAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 3
N39.48 Sonstige näher bezeichnete HarninkontinenzMorbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

6.148 Fälle · 66 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 48 % Innere Medizin’22

Rang 501 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,036 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 76, der Frauen ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1100,016 %1,0
5 bis unter 10 Jahre133100,21 %2,5
10 bis unter 15 Jahre12840,20 %2,8
15 bis unter 18 Jahre6330,098 %1,8
18 bis unter 20 Jahre10640,16 %8,7
20 bis unter 25 Jahre248160,39 %2,3
25 bis unter 30 Jahre346280,55 %2,1
30 bis unter 35 Jahre6817511,1 %2,9
35 bis unter 40 Jahre8521641,4 %2,1
40 bis unter 45 Jahre128261022,1 %2,3
45 bis unter 50 Jahre176261502,9 %2,3
50 bis unter 55 Jahre280482324,6 %2,4
55 bis unter 60 Jahre515884278,4 %2,4
60 bis unter 65 Jahre6081804289,9 %2,3
65 bis unter 70 Jahre66020845211 %2,4
70 bis unter 75 Jahre87932455514 %2,8
75 bis unter 80 Jahre95632962716 %2,9
80 bis unter 85 Jahre99944055916 %3,4
85 bis unter 90 Jahre4922392538,0 %4,0
90 bis unter 95 Jahre165105602,7 %5,4
ab 95 Jahren3719180,60 %5,9

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 5,4 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

171.575 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Urologie (48 % und 24 %)

  • Innere Medizin48 %82.322
  • Urologie24 %41.705
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe6,5 %11.142
  • Gastroenterologie4,7 %8.069
  • Geriatrie3,5 %5.940
  • Übrige 28 Abteilungen13 %22.397
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,9 %4.894
  • Kardiologie2,6 %4.446
  • Pädiatrie2,3 %3.992
  • Nephrologie1,6 %2.770
  • Neurologie1,2 %1.975
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,63 %1.079
  • Pneumologie0,57 %980
  • Sonstige Fachabteilung0,28 %486
  • Kinderchirurgie0,24 %413
  • Endokrinologie0,19 %318
  • Intensivmedizin0,14 %239
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,098 %169
  • Unfallchirurgie0,090 %155
  • Neurochirurgie0,066 %113
  • Rheumatologie0,051 %87
  • Orthopädie0,049 %84
  • Gefäßchirurgie0,033 %57
  • Herzchirurgie0,017 %30
  • Dermatologie0,014 %24
  • Neonatologie0,010 %17
  • Strahlenheilkunde0,010 %17
  • Plastische Chirurgie0,008 %13
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %11
  • Thoraxchirurgie0,006 %10
  • Kinderkardiologie0,005 %8
  • Geburtshilfe0,002 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %4
  • Augenheilkunde0,001 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu N39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige näher bezeichnete Harninkontinenz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte