N39.3 Belastungsinkontinenz [Stressinkontinenz]

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAUrininkontinenz — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
15 – 124Altersbeschränkung: 15 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll eine damit verbundene hyperaktive Blase [overactive bladder] oder Detrusorüberaktivität angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N32.8) zu benutzen.

Soll nach einer durchgeführten Harninkontinenzoperation das erneute Auftreten der ursprünglich diagnostizierten Inkontinenz (Rezidivinkontinenz) angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (N39.47!) zu benutzen.

Regeln außerhalb des Katalogs2

Der Befund Inkontinenz ist von klinischer Bedeutung, wenn

Stationäre Aufnahme wegen eines ambulant zystoskopisch festgestellten, wandständigen Blasensteines bei Zustand nach TVT–Implantation (tension free vaginal tape) zwei Jahre zuvor.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

12.045 Fälle · 85 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 48 % Innere Medizin’22

Rang 274 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,070 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 74, der Frauen ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre3030,025 %1,3
15 bis unter 18 Jahre2020,017 %3,0
18 bis unter 20 Jahre1100,008 %6,0
20 bis unter 25 Jahre6060,050 %2,8
25 bis unter 30 Jahre11380,091 %3,4
30 bis unter 35 Jahre10831050,90 %2,7
35 bis unter 40 Jahre34423422,9 %2,0
40 bis unter 45 Jahre77047666,4 %2,1
45 bis unter 50 Jahre1.03131.0288,6 %2,1
50 bis unter 55 Jahre1.326251.30111 %2,2
55 bis unter 60 Jahre1.377801.29711 %2,4
60 bis unter 65 Jahre1.3681471.22111 %2,4
65 bis unter 70 Jahre1.3553351.02011 %2,9
70 bis unter 75 Jahre1.5154211.09413 %2,9
75 bis unter 80 Jahre1.42342699712 %3,1
80 bis unter 85 Jahre1.0833007839,0 %3,4
85 bis unter 90 Jahre291482432,4 %3,2
90 bis unter 95 Jahre273240,22 %3,8
ab 95 Jahren4220,033 %6,3

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,0 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 3,4 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

171.575 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Urologie (48 % und 24 %)

  • Innere Medizin48 %82.322
  • Urologie24 %41.705
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe6,5 %11.142
  • Gastroenterologie4,7 %8.069
  • Geriatrie3,5 %5.940
  • Übrige 28 Abteilungen13 %22.397
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,9 %4.894
  • Kardiologie2,6 %4.446
  • Pädiatrie2,3 %3.992
  • Nephrologie1,6 %2.770
  • Neurologie1,2 %1.975
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,63 %1.079
  • Pneumologie0,57 %980
  • Sonstige Fachabteilung0,28 %486
  • Kinderchirurgie0,24 %413
  • Endokrinologie0,19 %318
  • Intensivmedizin0,14 %239
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,098 %169
  • Unfallchirurgie0,090 %155
  • Neurochirurgie0,066 %113
  • Rheumatologie0,051 %87
  • Orthopädie0,049 %84
  • Gefäßchirurgie0,033 %57
  • Herzchirurgie0,017 %30
  • Dermatologie0,014 %24
  • Neonatologie0,010 %17
  • Strahlenheilkunde0,010 %17
  • Plastische Chirurgie0,008 %13
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %11
  • Thoraxchirurgie0,006 %10
  • Kinderkardiologie0,005 %8
  • Geburtshilfe0,002 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %4
  • Augenheilkunde0,001 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu N39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Belastungsinkontinenz der Harnblase
Primärschlüssel
Harninkontinenz als Stressinkontinenz
Primärschlüssel
Incontinentia urinae durch Stress
Primärschlüssel
Stressinkontinenz der Harnblase
Primärschlüssel
Weibliche Stressinkontinenz
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Belastungsinkontinenz [Stressinkontinenz]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte