Kurz erklärt: Harnwegsinfekt, ohne dass der genaue Ort angegeben ist (zum Beispiel Blasenentzündung).
Soll der Infektionserreger angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (B95-B98) zu benutzen.
Die stationäre Aufnahme erfolgte aufgrund eines akuten, fieberhaften Infektes. Bei der Suche nach dem Infektfocus fand sich ein Harnwegsinfekt mit Nachweis von E. coli in der Urinkultur. In der initial abgenommenen Blutkultur ließ sich ebenfalls E. coli nachweisen.
Die ICD-Schlüsselnummer N39.0 kodiert den Harnwegsinfekt. Welche medizinischen Kriterien rechtfertigen die Kodierung?
Wie wird eine Harnwegsinfektion bei 1. liegendem Blasenverweilkatheter, 2. liegendem suprapubischem Katheter, 3. liegendem perkutanem Nephrostomiekatheter, 4. liegender Ureterschiene korrekt verschlüsselt?
Während eines stationären Aufenthaltes aus anderen Gründen erkrankte der hochbetagte Patient an einem fieberhaften Harnwegsinfekt, aus dem sich trotz antibiotischer Therapie nach zwei Tagen eine Sepsis entwickelte mit Nachweis von E. coli in den Blutkulturen sowie von mehr als zwei SIRS-Kriterien. Kann hier neben A41.
Die Patientin wird aufgenommen wegen einer Makrohämaturie. Aus der Anamnese ist eine Therapie mit Marcumar® (Phenprocoumon) bekannt. Die Einnahme erfolgt auf Grund einer früheren Herzoperation. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes wird ein Harnwegsinfekt diagnostiziert, der antibiotisch behandelt wird.
Wann kann N30.0 Akute Zystitis in Abgrenzung zu N39.0 Harnwegsinfektion, Lokalisation nicht näher bezeichnet kodiert werden?
Harnwegsinfekt mit Nachweis von Enterococcus faecalis mit Resistenz gegen Glykopeptid-Antibiotika und mit High-Level-Aminoglykosid-Resistenz. Kann hier sowohl B95.2! - Streptokokken, Gruppe D und Enterokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind – als auch U80.20!
Krankenversicherung - Krankenhausvergütung - vollstationäre Versorgung eines Harnwegsinfekts mit suprapubischen Blasenkatheter - Kodierung der Hauptdiagnose - N30.0 anstatt T83.5 ICD-10-GM 2009
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Ob das Krankenhaus für eine Fallpauschale nach den Deutschen Kodierrichtlinien eine Schlüsselnummer des Alphabetischen Verzeichnisses zum ICD-10-GM zu kodieren hat, ist durch Rückgriff auf das Systematische Verzeichnis zum ICD-10-GM zu überprüfen.
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Ein Krankenhaus darf, gestützt auf erhöhte Laborwerte, die Symptome einer spezifisch behandlungsbedürftigen, kodierten Nebendiagnose sind, eine weitere Nebendiagnose für eine Krankenhausfallpauschale nicht kodieren, wenn die weitere Nebendiagnose der spezifischen Behandlung nicht bedurfte.
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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
152.043 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 48 % Innere Medizin’22
Rang 8 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,88 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 80 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1.886 | 891 | 995 | 1,2 % | 5,0 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 1.119 | 244 | 875 | 0,74 % | 4,3 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 546 | 94 | 452 | 0,36 % | 3,7 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 508 | 89 | 419 | 0,33 % | 3,3 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 824 | 71 | 753 | 0,54 % | 2,6 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 750 | 71 | 679 | 0,49 % | 2,7 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 1.720 | 226 | 1.494 | 1,1 % | 3,1 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 1.463 | 319 | 1.144 | 0,96 % | 3,5 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 1.479 | 444 | 1.035 | 0,97 % | 4,1 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 1.505 | 517 | 988 | 0,99 % | 4,5 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 1.838 | 664 | 1.174 | 1,2 % | 4,6 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 2.173 | 980 | 1.193 | 1,4 % | 5,5 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 3.556 | 1.757 | 1.799 | 2,3 % | 6,0 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 5.551 | 3.071 | 2.480 | 3,7 % | 6,3 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 8.182 | 4.734 | 3.448 | 5,4 % | 6,7 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 10.478 | 6.271 | 4.207 | 6,9 % | 7,1 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 15.234 | 8.960 | 6.274 | 10 % | 7,4 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 18.691 | 10.022 | 8.669 | 12 % | 7,9 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 31.864 | 15.413 | 16.451 | 21 % | 8,3 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 26.036 | 11.256 | 14.780 | 17 % | 8,5 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 13.254 | 4.884 | 8.370 | 8,7 % | 8,4 |
| ab 95 Jahren | 3.386 | 1.024 | 2.362 | 2,2 % | 8,0 |
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,1 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 8,5 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).
Vor allem Innere Medizin und Urologie (48 % und 24 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu N39.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte