M86.- Osteomyelitis

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Zusatzkennzeichen:

[Schlüsselnummer der Lokalisation siehe am Kapitelanfang]

Kodierhinweis:

Soll der Infektionserreger angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer B95-B98 zu benutzen.

Benutze eine zusätzliche Schlüsselnummer T84.5-T84.7, um das Vorliegen einer Osteomyelitis im Rahmen einer periimplantären (implantatassoziierten) Infektion zu kodieren.

Exklusive:

Osteomyelitis: durch Salmonellen A01-A02

Osteomyelitis: Kiefer K10.2-

Osteomyelitis: Wirbel M46.2-

Regeln außerhalb des Katalogs3

BfArM-FAQOsteomyelitis nach medizinischen Maßnahmen09.12.2015
seit Jahrgang 2016

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen zu kodieren?

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seit ICD-10-GM 2016

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

ICD-10-SGB-V 1.3 - ICD-10-GM 2015

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese zu kodieren?

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

Wird die Hauptdiagnose bei stationärer Behandlung eines Patienten mit chronisch fistelnder Osteomyelitis nach osteosynthetischer Versorgung einer Beckenfraktur mit M86.45 Osteomyelitis, Chronische Osteomyelitis mit Fistel, Beckenregion und Oberschenkel oder T84.

Ein Patient wird wegen diabetischen Fußsyndroms mit über zwei Monate bestehendem Ulcus an der Fußaußenseite und darunter freiliegendem 5. Metatarsaleköpfchen stationär aufgenommen.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

M86.0- Akute hämatogene OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.1- Sonstige akute OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.2- Subakute OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.3- Chronische multifokale OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.4- Chronische Osteomyelitis mit FistelAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.5- Sonstige chronische hämatogene OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.6- Sonstige chronische OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.8- Sonstige OsteomyelitisAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16
M86.9- nicht näher bezeichnetAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3ATC: 16

Diagnosehäufigkeit

11.985 Fälle · 64 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 29 % Unfallchirurgie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter M86.-.

Rang 279 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,067 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 62 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2711160,23 %16,8
1 bis unter 5 Jahre179115641,5 %11,9
5 bis unter 10 Jahre4221892333,5 %11,7
10 bis unter 15 Jahre6603393215,5 %9,8
15 bis unter 18 Jahre191120711,6 %8,9
18 bis unter 20 Jahre6855130,57 %12,8
20 bis unter 25 Jahre15599561,3 %16,3
25 bis unter 30 Jahre226161651,9 %20,0
30 bis unter 35 Jahre271199722,3 %19,5
35 bis unter 40 Jahre3912891023,3 %16,2
40 bis unter 45 Jahre447353943,7 %16,7
45 bis unter 50 Jahre5223751474,4 %19,7
50 bis unter 55 Jahre7425172256,2 %20,3
55 bis unter 60 Jahre1.0638082558,9 %19,7
60 bis unter 65 Jahre1.27989438511 %19,6
65 bis unter 70 Jahre1.21384037310 %19,1
70 bis unter 75 Jahre1.20876444410 %21,0
75 bis unter 80 Jahre9285803487,7 %18,8
80 bis unter 85 Jahre1.0045454598,4 %19,1
85 bis unter 90 Jahre7333423916,1 %15,4
90 bis unter 95 Jahre199831161,7 %14,0
ab 95 Jahren5714430,48 %15,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,9 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 21,0 Tagen (70 bis unter 75 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

12.538 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Unfallchirurgie, hat 29 %

  • Unfallchirurgie29 %3.610
  • Chirurgie26 %3.232
  • Orthopädie13 %1.684
  • Pädiatrie8,3 %1.043
  • Plastische Chirurgie8,1 %1.013
  • Übrige 27 Abteilungen16 %1.956
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin3,9 %494
  • Kinderchirurgie2,2 %276
  • Gefäßchirurgie1,5 %184
  • Geriatrie1,2 %152
  • Neurochirurgie0,80 %100
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,73 %92
  • Herzchirurgie0,69 %87
  • Thoraxchirurgie0,61 %76
  • Rheumatologie0,50 %63
  • Gastroenterologie0,45 %57
  • Urologie0,40 %50
  • Sonstige Fachabteilung0,39 %49
  • Intensivmedizin0,37 %46
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,37 %46
  • Dermatologie0,31 %39
  • Kardiologie0,29 %36
  • Nephrologie0,24 %30
  • Neurologie0,20 %25
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,13 %16
  • Pneumologie0,088 %11
  • Endokrinologie0,080 %10
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,064 %8
  • Kinderkardiologie0,040 %5
  • Augenheilkunde0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neonatologie0,008 %1
  • Strahlenheilkunde0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Osteomyelitis

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte