M86.06 Akute hämatogene Osteomyelitis: Unterschenkel [Fibula, Tibia, Kniegelenk]

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAOsteomyelitis / Nekrotisierende Fasziitis / Arzneimittelinduzierte Knochennekrose — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs3

BfArM-FAQOsteomyelitis nach medizinischen Maßnahmen09.12.2015
seit Jahrgang 2016gilt über M86.-

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen zu kodieren?

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seit ICD-10-GM 2016

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

ICD-10-SGB-V 1.3 - ICD-10-GM 2015

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese zu kodieren?

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

Wird die Hauptdiagnose bei stationärer Behandlung eines Patienten mit chronisch fistelnder Osteomyelitis nach osteosynthetischer Versorgung einer Beckenfraktur mit M86.45 Osteomyelitis, Chronische Osteomyelitis mit Fistel, Beckenregion und Oberschenkel oder T84.

gilt über M86.-FoKA: Konsens

Ein Patient wird wegen diabetischen Fußsyndroms mit über zwei Monate bestehendem Ulcus an der Fußaußenseite und darunter freiliegendem 5. Metatarsaleköpfchen stationär aufgenommen.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

402 Fälle · 65 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 28 % Unfallchirurgie’22

Die Statistik weist M86.06 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu M86.0 mit allen Subkodes.

Rang 2581 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 53, der Frauen ab etwa 58 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr10822,5 %18,5
1 bis unter 5 Jahre211385,2 %12,7
5 bis unter 10 Jahre45242111 %18,2
10 bis unter 15 Jahre57391814 %15,5
15 bis unter 18 Jahre10912,5 %15,6
18 bis unter 20 Jahre1100,25 %15,0
20 bis unter 25 Jahre2200,50 %25,0
25 bis unter 30 Jahre4311,00 %20,8
30 bis unter 35 Jahre6511,5 %15,7
35 bis unter 40 Jahre5321,2 %32,4
40 bis unter 45 Jahre6511,5 %20,7
45 bis unter 50 Jahre13943,2 %18,9
50 bis unter 55 Jahre221935,5 %28,7
55 bis unter 60 Jahre2816127,0 %26,1
60 bis unter 65 Jahre221755,5 %32,5
65 bis unter 70 Jahre44321211 %23,6
70 bis unter 75 Jahre2918117,2 %25,7
75 bis unter 80 Jahre2818107,0 %25,3
80 bis unter 85 Jahre2813157,0 %19,6
85 bis unter 90 Jahre12483,0 %19,8
90 bis unter 95 Jahre7341,7 %14,1
ab 95 Jahren2200,50 %15,5

Behandelnde Fachabteilung

11.897 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Unfallchirurgie, hat 28 %

  • Unfallchirurgie28 %3.345
  • Chirurgie28 %3.287
  • Orthopädie14 %1.623
  • Plastische Chirurgie8,7 %1.037
  • Pädiatrie7,9 %938
  • Übrige 27 Abteilungen14 %1.667
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin3,8 %455
  • Kinderchirurgie1,7 %204
  • Gefäßchirurgie1,6 %187
  • Geriatrie0,96 %114
  • Neurochirurgie0,73 %87
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,64 %76
  • Thoraxchirurgie0,63 %75
  • Rheumatologie0,50 %59
  • Herzchirurgie0,49 %58
  • Dermatologie0,37 %44
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,37 %44
  • Intensivmedizin0,34 %41
  • Urologie0,34 %40
  • Gastroenterologie0,32 %38
  • Sonstige Fachabteilung0,30 %36
  • Kardiologie0,24 %28
  • Nephrologie0,22 %26
  • Neurologie0,13 %16
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,10 %12
  • Pneumologie0,076 %9
  • Endokrinologie0,059 %7
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,034 %4
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,017 %2
  • Neonatologie0,017 %2
  • Augenheilkunde0,008 %1
  • Kinderkardiologie0,008 %1
  • Nuklearmedizin0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu M86.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)16

J01CA
Penicilline mit erweitertem WirkungsspektrumICD:A06.5A06.7A20.1+284
J01CE
Beta-Lactamase-sensitive PenicillineICD:A06.5A06.7A20.1+284
J01CF
Beta-Lactamase-resistente PenicillineICD:A06.5A06.7A20.1+286
J01CG
Beta-Lactamase-InhibitorenICD:A06.5A06.7A20.1+283
J01CR
Kombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-InhibitorenICD:A06.5A06.7A20.1+290
J01DB
Cephalosporine der 1. GenerationICD:A06.5A06.7A20.1+290
J01DC
Cephalosporine der 2. GenerationICD:A06.5A06.7A20.1+290
J01DD
Cephalosporine der 3. GenerationICD:A06.5A06.7A20.1+290
J01DE
Cephalosporine der 4. GenerationICD:A06.5A06.7A20.1+290
J01DF
MonobactameICD:A06.5A20.2A21.2+229
J01DH
CarbapenemeICD:A06.5A06.7A20.1+283
J01DI
Andere Cephalosporine und PenemeICD:A06.5A06.7A20.1+279
J01FA
MakrolideICD:A06.5A06.7A20.1+299
J01FF
LincosamideICD:A06.5A06.7A20.1+285
J01MA
FluorchinoloneICD:A06.5A06.7A20.1+298
J01XA
Glycopeptid-AntibiotikaICD:A06.5A06.7A20.1+283

Änderungen

2010Bestand
Akute hämatogene Osteomyelitis: Unterschenkel [Fibula, Tibia, Kniegelenk]

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte