M54.1- Radikulopathie

Kurz erklärt: Rückenschmerzen; die weiteren Stellen geben an, welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist (zum Beispiel Kreuzschmerz).

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAAndere n. bez. Erkrankungen des Rückens — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Inklusive:

Neuritis oder Radikulitis: brachial o.n.A.

Neuritis oder Radikulitis: lumbal o.n.A.

Neuritis oder Radikulitis: lumbosakral o.n.A.

Neuritis oder Radikulitis: thorakal o.n.A.

Radikulitis o.n.A.

Exklusive:

Neuralgie und Neuritis o.n.A. M79.2-

▸ noch 3 Angaben
Exklusive:

Radikulopathie bei: lumbalem und sonstigem Bandscheibenschaden M51.1

Radikulopathie bei: Spondylose M47.2-

Radikulopathie bei: zervikalem Bandscheibenschaden M50.1

Subkodes10

M54.10 Mehrere Lokalisationen der WirbelsäuleMorbi-RSA
M54.11 Okzipito-Atlanto-AxialbereichMorbi-RSA
M54.12 ZervikalbereichMorbi-RSA
M54.13 ZervikothorakalbereichMorbi-RSA
M54.14 ThorakalbereichMorbi-RSA
M54.15 ThorakolumbalbereichMorbi-RSA
M54.16 LumbalbereichMorbi-RSA
M54.17 LumbosakralbereichMorbi-RSA
M54.18 Sakral- und SakrokokzygealbereichMorbi-RSA
M54.19 Nicht näher bezeichnete LokalisationMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

26.955 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 27 % Orthopädie’23

Rang 118 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,15 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 65 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,004 %1,0
1 bis unter 5 Jahre7700,026 %2,1
5 bis unter 10 Jahre6240,022 %6,5
10 bis unter 15 Jahre3610260,13 %2,1
15 bis unter 18 Jahre6423410,24 %2,6
18 bis unter 20 Jahre6016440,22 %2,4
20 bis unter 25 Jahre223941290,83 %3,6
25 bis unter 30 Jahre4071772301,5 %3,4
30 bis unter 35 Jahre7043453592,6 %3,8
35 bis unter 40 Jahre9164504663,4 %4,4
40 bis unter 45 Jahre1.1755396364,4 %4,6
45 bis unter 50 Jahre1.4556138425,4 %5,2
50 bis unter 55 Jahre2.2399161.3238,3 %5,7
55 bis unter 60 Jahre3.1391.3611.77812 %6,2
60 bis unter 65 Jahre3.3071.4891.81812 %6,3
65 bis unter 70 Jahre2.5991.0741.5259,6 %6,4
70 bis unter 75 Jahre2.7721.0701.70210 %6,4
75 bis unter 80 Jahre2.4038201.5838,9 %7,1
80 bis unter 85 Jahre3.0198932.12611 %7,6
85 bis unter 90 Jahre1.8444961.3486,8 %8,2
90 bis unter 95 Jahre4771233541,8 %8,3
ab 95 Jahren10224780,38 %8,4

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,4 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 8,3 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

135.404 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Orthopädie, hat 27 %

  • Orthopädie27 %37.180
  • Chirurgie25 %34.067
  • Unfallchirurgie12 %16.486
  • Innere Medizin11 %14.403
  • Neurochirurgie7,8 %10.629
  • Übrige 28 Abteilungen17 %22.639
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie7,6 %10.227
  • Sonstige Fachabteilung3,9 %5.216
  • Geriatrie2,4 %3.204
  • Kardiologie0,84 %1.136
  • Pädiatrie0,49 %667
  • Urologie0,40 %542
  • Intensivmedizin0,24 %323
  • Rheumatologie0,23 %312
  • Gastroenterologie0,20 %270
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,16 %222
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,12 %168
  • Nephrologie0,062 %84
  • Gefäßchirurgie0,038 %52
  • Kinderchirurgie0,035 %48
  • Pneumologie0,034 %46
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,024 %32
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,016 %21
  • Endokrinologie0,014 %19
  • Strahlenheilkunde0,007 %9
  • Thoraxchirurgie0,007 %9
  • Geburtshilfe0,006 %8
  • Herzchirurgie0,005 %7
  • Dermatologie0,004 %5
  • Allgemeine Psychiatrie0,003 %4
  • Plastische Chirurgie0,003 %4
  • Kinderkardiologie0,001 %2
  • Augenheilkunde0,001 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu M54.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Radikulopathie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte