M50.- Zervikale Bandscheibenschäden

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
15 – 124Altersbeschränkung: 15 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Zervikale Bandscheibenschäden mit Zervikalneuralgie

Zervikothorakale Bandscheibenschäden

Regeln außerhalb des Katalogs2

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

Ein Patient wird wegen Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenose mit Radikulopathie C6/C7 und Parese des M. trizeps brachii im Krankenhaus operiert (Bandscheibenexzision, Spondylodese, Dekompression). Kann als Nebendiagnose aufgrund der Trizepsparese auch G83.88 (ab 2016 G83.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

M50.0 Zervikaler Bandscheibenschaden mit Myelopathie15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.1 Zervikaler Bandscheibenschaden mit Radikulopathie15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.2 Sonstige zervikale Bandscheibenverlagerung15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.3 Sonstige zervikale Bandscheibendegeneration15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.8 Sonstige zervikale Bandscheibenschäden15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.9 Zervikaler Bandscheibenschaden, nicht näher bezeichnet15 – 124Morbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

22.604 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 27 % Orthopädie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter M50.-.

Rang 181 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,13 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,004 %1,0
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre1100,004 %2,0
15 bis unter 18 Jahre3030,013 %6,3
18 bis unter 20 Jahre6330,027 %5,0
20 bis unter 25 Jahre6731360,30 %3,1
25 bis unter 30 Jahre3021421601,3 %4,2
30 bis unter 35 Jahre9294464834,1 %4,6
35 bis unter 40 Jahre1.8708071.0638,3 %4,2
40 bis unter 45 Jahre2.7451.1091.63612 %4,3
45 bis unter 50 Jahre3.0341.2241.81013 %4,4
50 bis unter 55 Jahre3.4301.6151.81515 %4,4
55 bis unter 60 Jahre3.6721.9321.74016 %4,7
60 bis unter 65 Jahre2.7421.4271.31512 %5,1
65 bis unter 70 Jahre1.4387406986,4 %5,7
70 bis unter 75 Jahre1.0215135084,5 %6,2
75 bis unter 80 Jahre6332993342,8 %7,8
80 bis unter 85 Jahre5092282812,3 %8,5
85 bis unter 90 Jahre178761020,79 %9,1
90 bis unter 95 Jahre205150,088 %7,1
ab 95 Jahren3030,013 %8,3

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,2 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 8,5 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

22.604 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Orthopädie, hat 27 %

  • Orthopädie27 %6.154
  • Neurochirurgie27 %6.127
  • Chirurgie26 %5.976
  • Unfallchirurgie8,2 %1.853
  • Neurologie6,7 %1.513
  • Übrige 15 Abteilungen4,3 %981
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung2,0 %449
  • Innere Medizin1,6 %355
  • Geriatrie0,24 %54
  • Kardiologie0,19 %42
  • Intensivmedizin0,15 %35
  • Rheumatologie0,075 %17
  • Gastroenterologie0,071 %16
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,013 %3
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,009 %2
  • Pädiatrie0,009 %2
  • Urologie0,009 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,004 %1
  • Gefäßchirurgie0,004 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %1
  • Nephrologie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Zervikale Bandscheibenschäden

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte