L89.38 Dekubitus, Stadium 4: Sonstige Lokalisationen der unteren Extremität

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:1234Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSADekubitalgeschwüre Grad 4 / Schwerste Verbrennungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 weitere Quelle · zuletzt 20.03.2024 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

SchlichtungKlärung Erregerkodierung bei Infektion/ Sekundärinfektion einer offenen Wunde (z.B. Hautulkus)17.08.2022
gilt für Aufnahmen ab 01.10.2022 · auch für Rechnungen, die am 17.08.2022 in MD-Prüfung warengilt über L89.-

Bei klar infizierten offenen Wunden werden nachgewiesene Erreger (B95.-!, B96.-!, B98.-!) zusätzlich zur Infektion kodiert, sofern Mehraufwand nach D003 besteht. Bei chronischen Wunden ohne Infektzeichen nur bei per Score belegter pathologischer Besiedlung und resistenzgerechter Arzneitherapie. Bezug: DKR D003.

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gilt über L89.3-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über L89.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

BSGBSG, Urteil vom 20.03.2024: Kodierung eines Dekubitus (ICD-10-GM 2016 Nr L89.38) – Erfordernis einer durch Druckbelastung verursachten Gewebeschädigung – keine analoge …20.03.2024

1. Ein Dekubitus im Sinne des Kodes L89.38 ICD-10-GM erfordert eine durch Druckbelastung verursachte Gewebeschädigung. 2. Für die Krankenhausvergütung maßgebliche Abrechnungsbestimmungen dürfen nicht analog angewendet werden.

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Kodetext L89.38 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

9.573 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 59 % Chirurgie’24

Die Statistik weist L89.38 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu L89.3 mit allen Subkodes.

Rang 351 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,053 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 72, der Frauen ab etwa 82 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre2110,021 %8,5
5 bis unter 10 Jahre2110,021 %13,5
10 bis unter 15 Jahre8260,084 %46,8
15 bis unter 18 Jahre101000,10 %30,6
18 bis unter 20 Jahre7340,073 %30,6
20 bis unter 25 Jahre242040,25 %32,1
25 bis unter 30 Jahre4127140,43 %37,4
30 bis unter 35 Jahre7554210,78 %41,5
35 bis unter 40 Jahre11476381,2 %37,1
40 bis unter 45 Jahre165119461,7 %44,0
45 bis unter 50 Jahre237173642,5 %40,4
50 bis unter 55 Jahre307213943,2 %40,7
55 bis unter 60 Jahre5783682106,0 %35,8
60 bis unter 65 Jahre7064332737,4 %32,9
65 bis unter 70 Jahre8605163449,0 %31,5
70 bis unter 75 Jahre1.04957147811 %27,0
75 bis unter 80 Jahre1.08552755811 %20,6
80 bis unter 85 Jahre1.72272899418 %17,2
85 bis unter 90 Jahre1.7135531.16018 %15,1
90 bis unter 95 Jahre6571634946,9 %11,6
ab 95 Jahren211371742,2 %10,4

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 10,4 Tagen (ab 95 Jahren) und ⌀ 44,0 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

13.903 Fälle

Vor allem Chirurgie und Plastische Chirurgie (59 % und 9,2 %)

  • Chirurgie59 %8.147
  • Plastische Chirurgie9,2 %1.286
  • Innere Medizin8,3 %1.160
  • Unfallchirurgie5,4 %757
  • Sonstige Fachabteilung5,0 %693
  • Übrige 23 Abteilungen13 %1.860
▸ Übrige einzeln
  • Orthopädie3,5 %483
  • Geriatrie2,2 %304
  • Gefäßchirurgie2,2 %299
  • Dermatologie1,2 %170
  • Gastroenterologie0,83 %115
  • Intensivmedizin0,69 %96
  • Neurochirurgie0,60 %84
  • Kardiologie0,50 %69
  • Nephrologie0,27 %38
  • Endokrinologie0,24 %34
  • Urologie0,21 %29
  • Kinderchirurgie0,18 %25
  • Pädiatrie0,17 %24
  • Neurologie0,17 %23
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,15 %21
  • Pneumologie0,094 %13
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,094 %13
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,036 %5
  • Herzchirurgie0,036 %5
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,022 %3
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,022 %3
  • Rheumatologie0,014 %2
  • Thoraxchirurgie0,014 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu L89.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Dekubitus, Stadium 4: Sonstige Lokalisationen der unteren Extremität

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte