K72.- Leberversagen, anderenorts nicht klassifiziert

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Coma hepaticum o.n.A.

Encephalopathia hepatica o.n.A.

Gelbe Leberatrophie oder -dystrophie

Hepatitis: fulminant anderenorts nicht klassifiziert, mit Leberversagen

Hepatitis: maligne anderenorts nicht klassifiziert, mit Leberversagen

Leber- (Zell-) Nekrose mit Leberversagen

▸ noch 7 Angaben
Kodierhinweis:

Soll der Schweregrad der hepatischen Enzephalopathie angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer aus K72.7- zu verwenden.

Exklusive:

Alkoholisches Leberversagen K70.4-

Ikterus beim Fetus oder Neugeborenen P55-P59

Leberversagen als Komplikation bei: Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft O00-O07 O08.8

Leberversagen als Komplikation bei: Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett O26.6-

Mit toxischer Leberkrankheit K71.1

Virushepatitis B15-B19

Regeln außerhalb des Katalogs1

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

K72.0 Akutes und subakutes Leberversagen, anderenorts nicht klassifiziertCCL:1234Morbi-RSA⚖ 1
K72.1- Chronisches Leberversagen, anderenorts nicht klassifiziertAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2ATC: 10
K72.7-! Hepatische Enzephalopathie und Coma hepaticumAusrufezeichenkodeAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3
K72.9 Leberversagen, nicht näher bezeichnetCCL:123Morbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

3.583 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 57 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter K72.-.

Rang 552 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,020 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr17890,47 %28,3
1 bis unter 5 Jahre2413110,67 %18,1
5 bis unter 10 Jahre261790,73 %13,1
10 bis unter 15 Jahre191090,53 %14,6
15 bis unter 18 Jahre2512130,70 %10,3
18 bis unter 20 Jahre198110,53 %12,0
20 bis unter 25 Jahre7031392,0 %8,0
25 bis unter 30 Jahre4925241,4 %11,6
30 bis unter 35 Jahre10554512,9 %13,1
35 bis unter 40 Jahre13961783,9 %13,9
40 bis unter 45 Jahre17897815,0 %13,0
45 bis unter 50 Jahre220121996,1 %12,2
50 bis unter 55 Jahre2781471317,8 %11,3
55 bis unter 60 Jahre38124213911 %12,4
60 bis unter 65 Jahre47428219213 %11,1
65 bis unter 70 Jahre47124322813 %12,5
70 bis unter 75 Jahre40622717911 %10,5
75 bis unter 80 Jahre2651371287,4 %9,9
80 bis unter 85 Jahre2451181276,8 %10,0
85 bis unter 90 Jahre13663733,8 %7,5
90 bis unter 95 Jahre2711160,75 %6,9
ab 95 Jahren9270,25 %6,1

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 7,5 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 13,9 Tagen (35 bis unter 40 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

3.583 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Gastroenterologie (57 % und 22 %)

  • Innere Medizin57 %2.043
  • Gastroenterologie22 %787
  • Intensivmedizin5,3 %191
  • Pädiatrie2,9 %103
  • Chirurgie2,7 %95
  • Übrige 21 Abteilungen10 %364
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,2 %80
  • Kardiologie1,8 %65
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %48
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,1 %38
  • Pneumologie0,84 %30
  • Geriatrie0,78 %28
  • Nephrologie0,75 %27
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,50 %18
  • Dermatologie0,20 %7
  • Urologie0,14 %5
  • Unfallchirurgie0,11 %4
  • Endokrinologie0,084 %3
  • Neonatologie0,056 %2
  • Rheumatologie0,056 %2
  • Gefäßchirurgie0,028 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,028 %1
  • Herzchirurgie0,028 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,028 %1
  • Neurochirurgie0,028 %1
  • Orthopädie0,028 %1
  • Thoraxchirurgie0,028 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Leberversagen, anderenorts nicht klassifiziert

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte