K71.- Toxische Leberkrankheit

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Arzneimittelinduziert: idiosynkratische (unvorhersehbare) Leberkrankheit

Arzneimittelinduziert: toxische (vorhersehbare) Leberkrankheit

Kodierhinweis:

Soll das toxische Agens angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Exklusive:

Alkoholische Leberkrankheit K70.-

Budd-Chiari-Syndrom I82.0

Regeln außerhalb des Katalogs2

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

Wie wird eine Ösophagusvarizenblutung bei alkoholtoxischer Leberzirrhose verschlüsselt?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

K71.0 mit CholestaseCCL:1234Morbi-RSA⚖ 4
K71.1 mit LebernekroseCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.2 mit akuter HepatitisCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.3 mit chronisch-persistierender HepatitisCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.4 mit chronischer lobulärer HepatitisCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.5 mit chronisch-aktiver HepatitisCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.6 mit Hepatitis, anderenorts nicht klassifiziertCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
K71.7 mit Fibrose und Zirrhose der LeberCCL:123Morbi-RSA⚖ 2
K71.8- mit sonstigen Affektionen der LeberAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2
K71.9 nicht näher bezeichnetCCL:123Morbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

4.498 Fälle · 55 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 65 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter K71.-.

Rang 498 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,026 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 64 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3020100,67 %7,4
1 bis unter 5 Jahre14590,31 %6,4
5 bis unter 10 Jahre15870,33 %3,2
10 bis unter 15 Jahre12840,27 %5,0
15 bis unter 18 Jahre229130,49 %3,5
18 bis unter 20 Jahre2511140,56 %5,8
20 bis unter 25 Jahre9549462,1 %5,5
25 bis unter 30 Jahre9955442,2 %6,0
30 bis unter 35 Jahre15881773,5 %5,6
35 bis unter 40 Jahre17887914,0 %6,2
40 bis unter 45 Jahre196901064,4 %6,5
45 bis unter 50 Jahre2191131064,9 %6,0
50 bis unter 55 Jahre3061391676,8 %6,5
55 bis unter 60 Jahre46920026910 %6,8
60 bis unter 65 Jahre52725627112 %7,2
65 bis unter 70 Jahre50922428511 %7,7
70 bis unter 75 Jahre51121130011 %8,2
75 bis unter 80 Jahre3731682058,3 %8,1
80 bis unter 85 Jahre4391822579,8 %9,2
85 bis unter 90 Jahre232811515,2 %9,6
90 bis unter 95 Jahre5918411,3 %7,4
ab 95 Jahren10370,22 %8,2

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,5 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 9,6 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

4.498 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (65 %)

  • Innere Medizin65 %2.930
  • Gastroenterologie25 %1.143
  • Chirurgie1,9 %87
  • Pädiatrie1,7 %75
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,6 %74
  • Übrige 20 Abteilungen4,2 %189
▸ Übrige einzeln
  • Dermatologie0,78 %35
  • Geriatrie0,56 %25
  • Pneumologie0,38 %17
  • Intensivmedizin0,36 %16
  • Kardiologie0,36 %16
  • Urologie0,36 %16
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,31 %14
  • Neurologie0,20 %9
  • Nephrologie0,18 %8
  • Kinderchirurgie0,16 %7
  • Sonstige Fachabteilung0,16 %7
  • Neonatologie0,089 %4
  • Rheumatologie0,067 %3
  • Endokrinologie0,044 %2
  • Kinderkardiologie0,044 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,044 %2
  • Strahlenheilkunde0,044 %2
  • Unfallchirurgie0,044 %2
  • Gefäßchirurgie0,022 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,022 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Toxische Leberkrankheit

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte