K62.5- Hämorrhagie des Anus und des Rektums

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAErkrankungen des Anus, Rektums / Störungen, Symptome an Magen und/ oder Darm (exkl. Obstruktion, Ulkus und Blutung) / Angiodysplasien ohne Blutung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Rektumblutung beim Neugeborenen P54.2

Regeln außerhalb des Katalogs1

Wenn ein Patient zur Abklärung einer oberen gastrointestinalen (GI) Blutung aufgenommen wird und bei der Endoskopie ein Ulkus, Erosionen oder Varizen gefunden werden, wird die gefundene Erkrankung „mit einer Blutung” kodiert; ein akutes Ulcus ventriculi mit Blutung ist zum Beispi …

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes3

K62.50 Hämorrhagie des AnusCCL:1234Morbi-RSA⚖ 1
K62.51 Hämorrhagie des RektumsCCL:1234Morbi-RSA⚖ 1
K62.59 Anorektale Hämorrhagie, Lokalisation nicht näher bezeichnetCCL:1234Morbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

3.263 Fälle · 56 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 59 % Chirurgie’23

Rang 810 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 70, der Frauen ab etwa 77 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr6420,18 %1,7
1 bis unter 5 Jahre10730,31 %2,5
5 bis unter 10 Jahre13850,40 %2,5
10 bis unter 15 Jahre131030,40 %1,9
15 bis unter 18 Jahre14590,43 %1,9
18 bis unter 20 Jahre231490,70 %1,7
20 bis unter 25 Jahre6330331,9 %2,0
25 bis unter 30 Jahre7346272,2 %2,2
30 bis unter 35 Jahre9356372,9 %2,4
35 bis unter 40 Jahre10978313,3 %2,6
40 bis unter 45 Jahre12080403,7 %2,7
45 bis unter 50 Jahre10875333,3 %2,6
50 bis unter 55 Jahre156102544,8 %3,4
55 bis unter 60 Jahre202136666,2 %2,9
60 bis unter 65 Jahre204125796,3 %3,0
65 bis unter 70 Jahre256160967,8 %4,0
70 bis unter 75 Jahre33920613310 %4,3
75 bis unter 80 Jahre3241761489,9 %4,3
80 bis unter 85 Jahre53326526816 %5,0
85 bis unter 90 Jahre38118319812 %5,0
90 bis unter 95 Jahre175651105,4 %4,7
ab 95 Jahren4812361,5 %4,7

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,0 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 5,0 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

23.348 Fälle

Vor allem Chirurgie und Innere Medizin (59 % und 28 %)

  • Chirurgie59 %13.742
  • Innere Medizin28 %6.443
  • Gastroenterologie7,1 %1.668
  • Dermatologie1,6 %377
  • Pädiatrie1,1 %263
  • Übrige 22 Abteilungen3,7 %855
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie0,74 %172
  • Geriatrie0,70 %164
  • Sonstige Fachabteilung0,63 %148
  • Gefäßchirurgie0,34 %80
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,21 %49
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,21 %48
  • Kardiologie0,18 %41
  • Intensivmedizin0,15 %36
  • Urologie0,15 %35
  • Nephrologie0,099 %23
  • Strahlenheilkunde0,051 %12
  • Orthopädie0,047 %11
  • Neurologie0,039 %9
  • Pneumologie0,026 %6
  • Unfallchirurgie0,026 %6
  • Endokrinologie0,021 %5
  • Herzchirurgie0,013 %3
  • Plastische Chirurgie0,009 %2
  • Rheumatologie0,009 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %1
  • Neonatologie0,004 %1
  • Neurochirurgie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K62.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen1

2022Untergliedert
Inhalte übergeleitet in K62.50K62.51K62.59
2010Bestand
Hämorrhagie des Anus und des Rektums

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte