K52.1 Toxische Gastroenteritis und Kolitis

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:1234Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAPostoperativer Darmverschluss / Gefäßkrankheiten des Darmes / Peritonitis / Sonstige Colitiden / Abdominales Kompartmentsyndrom / Angiodysplasie des Dünndarms — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das toxische Agens oder Medikament, wenn medikamenteninduziert, angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Inklusive:

Medikamenteninduzierte Gastroenteritis und Kolitis

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt für Aufnahmen ab 01.12.2020 · auch für Rechnungen, die am 06.10.2020 in MD-Prüfung waren

Patient mit einem Rektumkarzinom, Z.n. Operation und Radiochemotherapie. Ambulante Durchführung einer palliativen Chemotherapie mit FUFOX (5 FU, Folinsäure und Oxaliplatin). Aufnahme drei Tage nach der Chemotherapie mit einer massiven Enterokolitis als Nebenwirkung der Chemotherapie.

Eine 25-jährige Patientin wird wegen anhaltender therapieresistenter Enteritis, verbunden mit Schwäche und Exsikkose stationär aufgenommen. Bei der Patientin ist eine langjährige chronische seropositive Polyarthritis mit asymmetrischem Befall der Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Kniegelenke bekannt, eine Therapie mit …

Die Aufnahme des Patienten erfolgte wegen ausgeprägter akuter Diarrhoe. Beim Aufenthalt zuvor war der letzte Zyklus einer Chemotherapie bei bekanntem Bronchialkarzinom durchgeführt worden. Ursächlich für die akute Diarrhoe wurde die Chemotherapie angesehen, deshalb nur symptomatische Behandlung.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K52.1 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

7.044 Fälle · 59 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 62 % Innere Medizin’24

Rang 460 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,039 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr5320,071 %1,5
1 bis unter 5 Jahre6330,085 %3,4
5 bis unter 10 Jahre8170,11 %4,9
10 bis unter 15 Jahre7430,099 %1,6
15 bis unter 18 Jahre248160,34 %5,5
18 bis unter 20 Jahre2512130,35 %2,2
20 bis unter 25 Jahre7638381,1 %2,8
25 bis unter 30 Jahre8736511,2 %2,7
30 bis unter 35 Jahre10148531,4 %3,6
35 bis unter 40 Jahre155551002,2 %3,6
40 bis unter 45 Jahre210711393,0 %4,5
45 bis unter 50 Jahre246961503,5 %5,1
50 bis unter 55 Jahre3361371994,8 %5,2
55 bis unter 60 Jahre5622203428,0 %5,9
60 bis unter 65 Jahre81235445812 %6,1
65 bis unter 70 Jahre94740754013 %6,5
70 bis unter 75 Jahre1.04249654615 %6,7
75 bis unter 80 Jahre88838050813 %7,0
80 bis unter 85 Jahre86132753412 %7,4
85 bis unter 90 Jahre5011733287,1 %6,7
90 bis unter 95 Jahre12432921,8 %7,3
ab 95 Jahren215160,30 %5,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,7 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 7,4 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

38.251 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (62 %)

  • Innere Medizin62 %23.857
  • Chirurgie12 %4.485
  • Gastroenterologie12 %4.445
  • Pädiatrie6,1 %2.329
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,8 %675
  • Übrige 27 Abteilungen6,4 %2.460
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie1,2 %463
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,95 %362
  • Dermatologie0,74 %283
  • Kardiologie0,71 %271
  • Kinderchirurgie0,55 %212
  • Nephrologie0,53 %204
  • Sonstige Fachabteilung0,48 %184
  • Pneumologie0,32 %121
  • Urologie0,29 %110
  • Neurologie0,12 %46
  • Intensivmedizin0,081 %31
  • Strahlenheilkunde0,071 %27
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,063 %24
  • Geburtshilfe0,060 %23
  • Endokrinologie0,050 %19
  • Rheumatologie0,050 %19
  • Orthopädie0,034 %13
  • Gefäßchirurgie0,026 %10
  • Neonatologie0,026 %10
  • Unfallchirurgie0,021 %8
  • Herzchirurgie0,016 %6
  • Neurochirurgie0,010 %4
  • Thoraxchirurgie0,008 %3
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,005 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,005 %2
  • Augenheilkunde0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K52.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis8

Medikamenteninduzierte Diarrhoe
Primärschlüssel
Medikamenteninduzierte Gastroenteritis
Primärschlüssel
Medikamenteninduzierte Kolitis
Primärschlüssel
Postantibiotische Diarrhoe
Primärschlüssel
Toxische Diarrhoe
Primärschlüssel
Toxische Enteritis
Primärschlüssel
Toxische Gastroenteritis
Primärschlüssel
Toxische Kolitis
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Toxische Gastroenteritis und Kolitis

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte