K52.1 Toxische Gastroenteritis und Kolitis

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAPostoperativer Darmverschluss / Gefäßkrankheiten des Darmes / Peritonitis / Sonstige Colitiden / Abdominales Kompartmentsyndrom / Angiodysplasie des Dünndarms — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das toxische Agens oder Medikament, wenn medikamenteninduziert, angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Inklusive:

Medikamenteninduzierte Gastroenteritis und Kolitis

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt für Aufnahmen ab 01.12.2020 · auch für Rechnungen, die am 06.10.2020 in MD-Prüfung waren

Patient mit einem Rektumkarzinom, Z.n. Operation und Radiochemotherapie. Ambulante Durchführung einer palliativen Chemotherapie mit FUFOX (5 FU, Folinsäure und Oxaliplatin). Aufnahme drei Tage nach der Chemotherapie mit einer massiven Enterokolitis als Nebenwirkung der Chemotherapie.

Eine 25-jährige Patientin wird wegen anhaltender therapieresistenter Enteritis, verbunden mit Schwäche und Exsikkose stationär aufgenommen. Bei der Patientin ist eine langjährige chronische seropositive Polyarthritis mit asymmetrischem Befall der Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Kniegelenke bekannt, eine Therapie mit …

Die Aufnahme des Patienten erfolgte wegen ausgeprägter akuter Diarrhoe. Beim Aufenthalt zuvor war der letzte Zyklus einer Chemotherapie bei bekanntem Bronchialkarzinom durchgeführt worden. Ursächlich für die akute Diarrhoe wurde die Chemotherapie angesehen, deshalb nur symptomatische Behandlung.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K52.1 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

6.087 Fälle · 59 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 63 % Innere Medizin’22

Rang 509 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,035 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr6420,099 %3,0
1 bis unter 5 Jahre10280,16 %2,8
5 bis unter 10 Jahre6420,099 %7,3
10 bis unter 15 Jahre6240,099 %2,2
15 bis unter 18 Jahre9630,15 %2,7
18 bis unter 20 Jahre3619170,59 %2,2
20 bis unter 25 Jahre6931381,1 %2,3
25 bis unter 30 Jahre6429351,1 %3,1
30 bis unter 35 Jahre10731761,8 %3,1
35 bis unter 40 Jahre16281812,7 %3,9
40 bis unter 45 Jahre13547882,2 %3,5
45 bis unter 50 Jahre160531072,6 %5,0
50 bis unter 55 Jahre2891071824,7 %5,0
55 bis unter 60 Jahre5012032988,2 %5,7
60 bis unter 65 Jahre69731937811 %6,6
65 bis unter 70 Jahre82635047614 %6,7
70 bis unter 75 Jahre90740350415 %6,6
75 bis unter 80 Jahre77133643513 %7,4
80 bis unter 85 Jahre83133050114 %7,9
85 bis unter 90 Jahre3781402386,2 %7,1
90 bis unter 95 Jahre9621751,6 %6,5
ab 95 Jahren214170,34 %4,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,3 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 7,9 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

36.386 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (63 %)

  • Innere Medizin63 %22.978
  • Chirurgie12 %4.413
  • Gastroenterologie11 %4.097
  • Pädiatrie5,9 %2.141
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,7 %628
  • Übrige 26 Abteilungen5,9 %2.129
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie1,2 %425
  • Kardiologie0,73 %266
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,70 %256
  • Dermatologie0,61 %222
  • Kinderchirurgie0,48 %174
  • Nephrologie0,46 %168
  • Sonstige Fachabteilung0,38 %140
  • Pneumologie0,31 %112
  • Urologie0,27 %97
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,15 %53
  • Intensivmedizin0,13 %48
  • Neurologie0,12 %44
  • Endokrinologie0,058 %21
  • Strahlenheilkunde0,058 %21
  • Rheumatologie0,049 %18
  • Unfallchirurgie0,036 %13
  • Neonatologie0,027 %10
  • Gefäßchirurgie0,025 %9
  • Geburtshilfe0,022 %8
  • Herzchirurgie0,022 %8
  • Kinderkardiologie0,011 %4
  • Orthopädie0,011 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,008 %3
  • Plastische Chirurgie0,008 %3
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Thoraxchirurgie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K52.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis8

Medikamenteninduzierte Diarrhoe
Primärschlüssel
Medikamenteninduzierte Gastroenteritis
Primärschlüssel
Medikamenteninduzierte Kolitis
Primärschlüssel
Postantibiotische Diarrhoe
Primärschlüssel
Toxische Diarrhoe
Primärschlüssel
Toxische Enteritis
Primärschlüssel
Toxische Gastroenteritis
Primärschlüssel
Toxische Kolitis
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Toxische Gastroenteritis und Kolitis

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte