K21.- Gastroösophageale Refluxkrankheit

Kurz erklärt: Refluxkrankheit: Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück (Sodbrennen).

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · zuletzt 19.08.2020 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Stationäre Aufnahme wegen retrosternalem Brennen und rezidivierendem Brechreiz. Gastroskopisch Nachweis einer Hiatusgleithernie mit ausgeprägter Refluxösophagitis Stadium IV mit mehreren cardianahen Ulcera, jedoch ohne Blutungszeichen. Wie ist die Refluxösophagitis Stadium IV zu kodieren?

seit Jahrgang 2022

Entscheidung des Schlichtungsausschusses zu der KDE 513, veröffentlicht am 19.08.2020

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K21.- im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

K21.0 mit ÖsophagitisErgänztK202022Morbi-RSA⚖ 3
K21.9 ohne ÖsophagitisMorbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

40.325 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 60 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter K21.-.

Rang 104 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,23 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 60, der Frauen ab etwa 66 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr7643374271,9 %2,9
1 bis unter 5 Jahre2651571080,66 %3,3
5 bis unter 10 Jahre3932311620,97 %3,1
10 bis unter 15 Jahre4282102181,1 %2,6
15 bis unter 18 Jahre3311491820,82 %2,3
18 bis unter 20 Jahre181101800,45 %2,8
20 bis unter 25 Jahre7034392641,7 %2,4
25 bis unter 30 Jahre1.1106924182,8 %2,3
30 bis unter 35 Jahre1.4648675973,6 %2,6
35 bis unter 40 Jahre1.7391.0347054,3 %2,8
40 bis unter 45 Jahre1.9281.0728564,8 %3,1
45 bis unter 50 Jahre2.0111.0679445,0 %3,3
50 bis unter 55 Jahre2.7701.4221.3486,9 %3,3
55 bis unter 60 Jahre3.6331.8891.7449,0 %3,5
60 bis unter 65 Jahre3.8451.9651.8809,5 %3,6
65 bis unter 70 Jahre3.4791.7481.7318,6 %3,9
70 bis unter 75 Jahre3.5071.6051.9028,7 %4,3
75 bis unter 80 Jahre3.1031.4301.6737,7 %4,7
80 bis unter 85 Jahre4.1161.7292.38710 %4,9
85 bis unter 90 Jahre3.1221.1371.9857,7 %5,0
90 bis unter 95 Jahre1.1863698172,9 %5,3
ab 95 Jahren247661810,61 %4,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,3 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 5,3 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

40.325 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (60 %)

  • Innere Medizin60 %24.275
  • Chirurgie16 %6.606
  • Gastroenterologie14 %5.589
  • Pädiatrie4,6 %1.835
  • Kardiologie1,2 %478
  • Übrige 26 Abteilungen3,8 %1.542
▸ Übrige einzeln
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,72 %290
  • Geriatrie0,70 %284
  • Kinderchirurgie0,60 %241
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,34 %139
  • Sonstige Fachabteilung0,26 %106
  • Nephrologie0,24 %96
  • Pneumologie0,23 %94
  • Intensivmedizin0,21 %84
  • Neurologie0,099 %40
  • Kinderkardiologie0,084 %34
  • Endokrinologie0,064 %26
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,050 %20
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,045 %18
  • Neonatologie0,042 %17
  • Unfallchirurgie0,042 %17
  • Urologie0,030 %12
  • Rheumatologie0,015 %6
  • Gefäßchirurgie0,012 %5
  • Orthopädie0,012 %5
  • Herzchirurgie0,005 %2
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Geburtshilfe0,002 %1
  • Neurochirurgie0,002 %1
  • Strahlenheilkunde0,002 %1
  • Thoraxchirurgie0,002 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Gastroösophageale Refluxkrankheit

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte