K10.2- Entzündliche Zustände der Kiefer

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAErkrankungen der Zähne, des Zahnhalteapparates, der Kiefer und der Speicheldrüsen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Inklusive:

Osteomyelitis (neonatal) Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Osteonekrose (bestrahlungsinduziert) (medikamenteninduziert) Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Osteoradionekrose Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Ostitis Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Periostitis Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Sequester des Kieferknochens

▸ noch 1 Angaben
Kodierhinweis:

Soll bei Strahlenwirkung die Strahlung oder bei Medikamentenwirkung die Substanz angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Subkodes4

K10.20 Maxillärer Abszess ohne Angabe einer Ausbreitung nach retromaxillär oder in die Fossa caninaMorbi-RSA
K10.21 Maxillärer Abszess mit Angabe einer Ausbreitung nach retromaxillär oder in die Fossa caninaMorbi-RSA
K10.28 Sonstige näher bezeichnete entzündliche Zustände der KieferMorbi-RSA
K10.29 Entzündlicher Zustand der Kiefer, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

7.773 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 91 % Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie’22

Rang 414 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,045 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 67 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2110,026 %4,0
1 bis unter 5 Jahre9757401,2 %2,5
5 bis unter 10 Jahre199122772,6 %2,1
10 bis unter 15 Jahre3514210,45 %2,8
15 bis unter 18 Jahre3413210,44 %4,9
18 bis unter 20 Jahre271890,35 %3,4
20 bis unter 25 Jahre13469651,7 %4,1
25 bis unter 30 Jahre12671551,6 %3,8
30 bis unter 35 Jahre18398852,4 %4,3
35 bis unter 40 Jahre196106902,5 %4,7
40 bis unter 45 Jahre196861102,5 %5,2
45 bis unter 50 Jahre2551261293,3 %5,2
50 bis unter 55 Jahre4662292376,0 %5,9
55 bis unter 60 Jahre7193603599,2 %6,3
60 bis unter 65 Jahre88746941811 %6,8
65 bis unter 70 Jahre92547345212 %6,9
70 bis unter 75 Jahre96648648012 %6,8
75 bis unter 80 Jahre89642946712 %6,8
80 bis unter 85 Jahre93739454312 %6,8
85 bis unter 90 Jahre3821572254,9 %6,3
90 bis unter 95 Jahre8831571,1 %4,6
ab 95 Jahren2312110,30 %7,3

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 6,9 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

8.263 Fälle

Überwiegend Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie (91 %)

  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie91 %7.485
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,0 %245
  • Innere Medizin1,6 %134
  • Pädiatrie1,3 %111
  • Chirurgie0,79 %65
  • Übrige 21 Abteilungen2,7 %223
▸ Übrige einzeln
  • Plastische Chirurgie0,70 %58
  • Kinderchirurgie0,45 %37
  • Neurologie0,44 %36
  • Kardiologie0,17 %14
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,13 %11
  • Unfallchirurgie0,13 %11
  • Intensivmedizin0,12 %10
  • Gastroenterologie0,097 %8
  • Geriatrie0,085 %7
  • Sonstige Fachabteilung0,073 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,048 %4
  • Nephrologie0,048 %4
  • Pneumologie0,036 %3
  • Rheumatologie0,036 %3
  • Herzchirurgie0,024 %2
  • Neonatologie0,024 %2
  • Neurochirurgie0,024 %2
  • Orthopädie0,024 %2
  • Augenheilkunde0,012 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,012 %1
  • Strahlenheilkunde0,012 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Entzündliche Zustände der Kiefer

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte