I80.8- Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis sonstiger Lokalisationen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSATiefe Venenthrombose und Thrombophlebitis, exkl. tiefere Venen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

Ein Patient wird wegen einer Armvenenthrombose aufgenommen. Bekannt ist ein hepatisch metastasiertes Rektumkarzinom. Die Armvenenthrombose wird von der Klinik als paraneoplastisches Syndrom bewertet und spezifisch behandelt. Wie ist bezüglich Haupt- und Nebendiagnosen zu kodieren?

gilt über I80.-FoKA: Konsens

Die stationäre Aufnahme erfolgt zur Korrektur des Port-Katheters bei Thrombose. Bekannt ist ein metastasierendes Rektum-Karzinom. Was ist die Hauptdiagnose? Ist der Tumor als Nebendiagnose zu kodieren?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes3

I80.80 Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis oberflächlicher Gefäße der oberen ExtremitätenMorbi-RSA⚖ 3
I80.81 Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis tiefer Gefäße der oberen ExtremitätenCCL:1234Morbi-RSA⚖ 2
I80.88 Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis sonstiger LokalisationenMorbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

2.220 Fälle · 51 % Männer · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 58 % Innere Medizin’23

Rang 1048 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,013 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2110,090 %3,5
1 bis unter 5 Jahre4310,18 %1,8
5 bis unter 10 Jahre7250,32 %3,3
10 bis unter 15 Jahre13760,59 %5,7
15 bis unter 18 Jahre2714131,2 %4,5
18 bis unter 20 Jahre211290,95 %4,3
20 bis unter 25 Jahre4819292,2 %4,0
25 bis unter 30 Jahre6740273,0 %3,7
30 bis unter 35 Jahre7629473,4 %3,0
35 bis unter 40 Jahre10451534,7 %3,1
40 bis unter 45 Jahre13858806,2 %4,1
45 bis unter 50 Jahre14073676,3 %4,0
50 bis unter 55 Jahre195104918,8 %3,8
55 bis unter 60 Jahre2201191019,9 %4,1
60 bis unter 65 Jahre23413110311 %4,4
65 bis unter 70 Jahre203113909,1 %4,6
70 bis unter 75 Jahre2071041039,3 %4,8
75 bis unter 80 Jahre15066846,8 %4,7
80 bis unter 85 Jahre19095958,6 %5,6
85 bis unter 90 Jahre12870585,8 %5,5
90 bis unter 95 Jahre4318251,9 %9,2
ab 95 Jahren3210,14 %3,7

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,0 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 5,6 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

17.920 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (58 % und 12 %)

  • Innere Medizin58 %10.347
  • Chirurgie12 %2.148
  • Gefäßchirurgie9,9 %1.769
  • Kardiologie8,5 %1.516
  • Gastroenterologie2,0 %362
  • Übrige 27 Abteilungen9,9 %1.778
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %290
  • Geriatrie1,4 %249
  • Pädiatrie1,00 %179
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,86 %154
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,74 %133
  • Nephrologie0,65 %116
  • Unfallchirurgie0,59 %105
  • Pneumologie0,47 %85
  • Dermatologie0,46 %83
  • Endokrinologie0,42 %75
  • Orthopädie0,35 %62
  • Urologie0,28 %51
  • Neurologie0,27 %49
  • Intensivmedizin0,20 %35
  • Herzchirurgie0,12 %22
  • Neurochirurgie0,12 %22
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,067 %12
  • Plastische Chirurgie0,067 %12
  • Rheumatologie0,056 %10
  • Kinderchirurgie0,050 %9
  • Kinderkardiologie0,039 %7
  • Strahlenheilkunde0,033 %6
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,022 %4
  • Neonatologie0,017 %3
  • Geburtshilfe0,011 %2
  • Thoraxchirurgie0,011 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu I80.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen1

2012Untergliedert
Inhalte übergeleitet in I80.88
2010Bestand
Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis sonstiger Lokalisationen

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte