I63.3 Hirninfarkt durch Thrombose zerebraler Arterien

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAkute zerebrale Ischämie oder akuter n.n.bez. Schlag-anfall / Fehlbildungen zerebraler und präzerebraler Gefäße (< 18 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

A. cerebri media, A. cerebri anterior, A. cerebri posterior und Aa. cerebelli

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über I63.-

1. Akuter Schlaganfall

gilt über I63.-FoKA: Konsens

Ein Patient wird mit dem klinischen Zeichen einer TIA (z. B. vorübergehende Aphasie mit Rückbildung innerhalb von 24 Stunden) stationär aufgenommen. In der bildgebenden Diagnostik (z. B. MRT) zeigt sich eine frische Infarzierung. Was ist die Hauptdiagnose (klinisch: TIA/morphologisch: Hirninfarkt)?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

51.609 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 77 % Neurologie’22

Rang 46 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,30 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 72, der Frauen ab etwa 79 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr7250,014 %8,1
1 bis unter 5 Jahre5320,010 %13,4
5 bis unter 10 Jahre3120,006 %2,3
10 bis unter 15 Jahre2020,004 %9,5
15 bis unter 18 Jahre111010,021 %20,7
18 bis unter 20 Jahre5050,010 %6,8
20 bis unter 25 Jahre3111200,060 %10,4
25 bis unter 30 Jahre6537280,13 %11,4
30 bis unter 35 Jahre13875630,27 %13,9
35 bis unter 40 Jahre3111691420,60 %10,0
40 bis unter 45 Jahre6113962151,2 %10,1
45 bis unter 50 Jahre1.0166633532,0 %9,3
50 bis unter 55 Jahre2.1791.4906894,2 %10,0
55 bis unter 60 Jahre3.6572.5901.0677,1 %10,4
60 bis unter 65 Jahre5.1783.5221.65610 %11,0
65 bis unter 70 Jahre5.9033.7762.12711 %11,2
70 bis unter 75 Jahre6.6153.9162.69913 %11,2
75 bis unter 80 Jahre6.7233.5253.19813 %11,6
80 bis unter 85 Jahre9.5704.3475.22319 %11,9
85 bis unter 90 Jahre6.4222.5163.90612 %11,4
90 bis unter 95 Jahre2.5727531.8195,0 %10,8
ab 95 Jahren5851154701,1 %9,4

Behandelnde Fachabteilung

242.492 Fälle

Überwiegend Neurologie (77 %)

  • Neurologie77 %187.424
  • Innere Medizin12 %29.539
  • Geriatrie5,1 %12.264
  • Intensivmedizin1,3 %3.135
  • Kardiologie1,2 %2.838
  • Übrige 28 Abteilungen3,0 %7.292
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,97 %2.349
  • Neurochirurgie0,47 %1.149
  • Chirurgie0,44 %1.068
  • Gefäßchirurgie0,40 %970
  • Gastroenterologie0,20 %492
  • Unfallchirurgie0,096 %233
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,062 %150
  • Nephrologie0,059 %143
  • Pädiatrie0,057 %138
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,042 %101
  • Strahlenheilkunde0,037 %90
  • Pneumologie0,037 %89
  • Orthopädie0,035 %84
  • Herzchirurgie0,030 %73
  • Urologie0,016 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,011 %26
  • Augenheilkunde0,009 %22
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,007 %16
  • Endokrinologie0,005 %11
  • Plastische Chirurgie0,004 %9
  • Neonatologie0,003 %8
  • Allgemeine Psychiatrie0,003 %7
  • Rheumatologie0,002 %6
  • Dermatologie0,002 %5
  • Thoraxchirurgie0,002 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %4
  • Kinderkardiologie0,001 %3
  • Kinderchirurgie0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu I63.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis23

Akute thrombotische zerebrovaskuläre Krankheit
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebelli
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri anterior
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri media
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri posterior
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose der Arteriae perforantes
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose einer intrakraniellen Arterie
Primärschlüssel
Gehirninfarkt durch Thrombose einer Zerebralarterie
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebelli
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri anterior
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri media
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose der Arteria cerebri posterior
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose der Arteriae perforantes
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose einer intrakraniellen Arterie
Primärschlüssel
Hirninfarkt durch Thrombose einer Zerebralarterie
Primärschlüssel
Schlaganfall durch Thrombose zerebraler Arterien
Primärschlüssel
▸ noch 7 Einträge
Thrombotische Apoplexie
Primärschlüssel
Thrombotische Apoplexie einer intrakraniellen Arterie
Primärschlüssel
Thrombotische Enzephalomalazie
Primärschlüssel
Thrombotische Hemiplegie als aktuelles Ereignis
Zwei Primärschlüssel
Thrombotische Monoplegie als aktuelles Ereignis
Zwei Primärschlüssel
Thrombotische Paralyse
Primärschlüssel
Thrombotische Tetraplegie als aktuelles Ereignis
Zwei Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Hirninfarkt durch Thrombose zerebraler Arterien

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte