H54.9 Nicht näher bezeichnete Sehbeeinträchtigung (binokular)

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASonstige Erkrankungen des Auges — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Text:

Stufe 9 der Sehbeeinträchtigung o.n.A.

Kodierhinweis:

Die nachstehende Tabelle enthält eine Klassifikation des Schweregrades der Sehbeeinträchtigung in Anlehnung an den Beschluss des International Council of Ophthalmology (2002) und die Resolution der WHO-Konferenz zur "Entwicklung von Standards zu Kriterien für Visusverlust und Visusfunktion" (WHO/PBL/03.91; 2003).

Zur Bestimmung der Sehbeeinträchtigung für die Schlüsselnummern H54.0 bis H54.3 sollte die Sehschärfe binokular und mit ggf. vorhandener Korrektur (Brille oder Kontaktlinse) gemessen werden. Zur Bestimmung der Sehbeeinträchtigung für die Schlüsselnummern H54.4 bis H54.6 sollte die Sehschärfe monokular und mit ggf. vorhandener Korrektur (Brille oder Kontaktlinse) gemessen werden.

Wenn die Größe des Gesichtsfeldes mitberücksichtigt wird, sollten Patienten, deren Gesichtsfeld des gesünderen Auges bei zentraler Fixation nicht größer als 10 Grad ist, in die Stufe 3 eingeordnet werden. Bei monokularer hochgradiger Sehbehinderung H54.4 gilt der Grad des Gesichtsfeldausfalls des betroffenen Auges.

| Stufen | Sehschärfe mit bestmöglicher Korrektur (in Ferne) | Sehschärfe mit bestmöglicher Korrektur (in Ferne) |

| --- | --- | --- |

| Stufen | gleich oder geringer als: | höher als: |

| --- | --- | --- |

| 0 - leichte oder keine Sehbeeinträchtigung | | 6/18 |

| 0 - leichte oder keine Sehbeeinträchtigung | | 3/10 (0,3) |

| 0 - leichte oder keine Sehbeeinträchtigung | | 20/70 |

| 1 - mittelschwere Sehbeeinträchtigung | 6/18 | 6/60 |

| 1 - mittelschwere Sehbeeinträchtigung | 3/10 (0,3) | 1/10 (0,1) |

| 1 - mittelschwere Sehbeeinträchtigung | 20/70 | 20/200 |

| 2 - schwere Sehbeeinträchtigung | 6/60 | 3/60 |

| 2 - schwere Sehbeeinträchtigung | 1/10 (0,1) | 1/20 (0,05) |

| 2 - schwere Sehbeeinträchtigung | 20/200 | 20/400 |

| 3 - hochgradige Sehbehinderung | 3/60 | 1/60 (Fingerzählen bei 1 m) |

| 3 - hochgradige Sehbehinderung | 1/20 (0,05) | 1/50 (0,02) |

| 3 - hochgradige Sehbehinderung | 20/400 | 5/300 (20/1200) |

| 4 - Blindheit | 1/60 (Fingerzählen bei 1 m) | Lichtwahrnehmung |

| 4 - Blindheit | 1/50 (0,02) | Lichtwahrnehmung |

| 4 - Blindheit | 5/300 (20/1200) | Lichtwahrnehmung |

| 5 - Blindheit | keine Lichtwahrnehmung | keine Lichtwahrnehmung |

| 9 | unbestimmt oder nicht näher bezeichnet | unbestimmt oder nicht näher bezeichnet |

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über H54.-

Typen des Diabetes mellitus

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

155 Fälle · 66 % Frauen · Gipfel 5 bis unter 10 Jahre · 44 % Neurologie’23

Rang 3586 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 55, der Frauen ab etwa 39 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2201,3 %2,0
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre144109,0 %2,2
10 bis unter 15 Jahre141139,0 %1,9
15 bis unter 18 Jahre9545,8 %2,8
18 bis unter 20 Jahre4042,6 %1,5
20 bis unter 25 Jahre3121,9 %2,7
25 bis unter 30 Jahre11387,1 %4,1
30 bis unter 35 Jahre6063,9 %3,5
35 bis unter 40 Jahre6063,9 %1,8
40 bis unter 45 Jahre7254,5 %3,6
45 bis unter 50 Jahre10556,5 %3,3
50 bis unter 55 Jahre8355,2 %4,4
55 bis unter 60 Jahre10466,5 %2,4
60 bis unter 65 Jahre7434,5 %4,6
65 bis unter 70 Jahre6333,9 %4,2
70 bis unter 75 Jahre5233,2 %3,8
75 bis unter 80 Jahre8355,2 %6,3
80 bis unter 85 Jahre12577,7 %5,0
85 bis unter 90 Jahre10466,5 %5,2
90 bis unter 95 Jahre3121,9 %5,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

435 Fälle

Vor allem Neurologie und Augenheilkunde (44 % und 30 %)

  • Neurologie44 %192
  • Augenheilkunde30 %132
  • Pädiatrie11 %48
  • Innere Medizin8,5 %37
  • Kardiologie1,4 %6
  • Übrige 10 Abteilungen4,6 %20
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung1,1 %5
  • Geriatrie0,69 %3
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,69 %3
  • Intensivmedizin0,46 %2
  • Kinderchirurgie0,46 %2
  • Gastroenterologie0,23 %1
  • Nephrologie0,23 %1
  • Neurochirurgie0,23 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,23 %1
  • Unfallchirurgie0,23 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu H54.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis14

Beidseitiger Sehverlust
Primärschlüssel
Beidseitiger Visusverlust
Primärschlüssel
Einseitiger Visusverlust
Primärschlüssel
Problem mit dem Sehvermögen
Primärschlüssel
Sehdefekt a.n.k.
Primärschlüssel
Sehschwäche
Primärschlüssel
Sehverlust
Primärschlüssel
Sehvermögensdefekt a.n.k.
Primärschlüssel
Sehvermögensverlust
Primärschlüssel
Stufe 9 der Sehbeeinträchtigung
Primärschlüssel
Verlust des Sehvermögens auf einem Auge
Primärschlüssel
Verlust des Sehvermögens beider Augen
Primärschlüssel
Visusabfall
Primärschlüssel
Visusverlust
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Nicht näher bezeichnete Sehbeeinträchtigung (binokular)

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte