Diese Kategorie dient zur Verschlüsselung von Paresen und Plegien bei Querschnittlähmungen oder Hirnerkrankungen, wenn andere Schlüsselnummern nicht zur Verfügung stehen.
Diese Kategorie dient auch zur multiplen Verschlüsselung, um diese durch eine beliebige Ursache hervorgerufenen Krankheitszustände zu kennzeichnen.
Für den Gebrauch dieser Kategorie in der stationären Versorgung sind die Deutschen Kodierrichtlinien heranzuziehen.
Soll die funktionale Höhe einer Schädigung des Rückenmarkes angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer aus G82.6- zu verwenden.
Besteht eine (langzeitige) Beatmungspflicht, so ist Z99.1 als zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.
Paraplegie chronisch
Quadriplegie chronisch
Tetraplegie chronisch
Angeborene und infantile Zerebralparese G80.-
Zur Kodierung einer traumatischen Tetraplegie/Paraplegie siehe DKR 1910 Verletzung des Rückenmarks (Seite 169).
Die akute Phase – unmittelbar posttraumatisch
Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.
Aufnahme mit linksseitiger Hemiparese bei Verdacht auf Hirninfarkt. Bei Aufnahme leichte Sprechstörung und leichte Hemiparese links. In der Bildgebung Nachweis von multiplen frischen rechts cerebralen Ischämien. Es erfolgt eine Schlaganfallkomplexbehandlung.
Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
6.381 Fälle · 59 % Männer · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 45 % Neurologie’24
Zusammengezählt über alle Kodes unter G82.-.
Rang 407 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,036 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1 | 1 | 0 | 0,016 % | 25,0 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 39 | 31 | 8 | 0,61 % | 31,9 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 56 | 37 | 19 | 0,88 % | 28,1 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 56 | 30 | 26 | 0,88 % | 28,3 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 73 | 39 | 34 | 1,1 % | 26,7 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 54 | 28 | 26 | 0,85 % | 17,4 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 171 | 116 | 55 | 2,7 % | 22,1 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 146 | 78 | 68 | 2,3 % | 16,8 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 190 | 112 | 78 | 3,0 % | 20,4 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 278 | 165 | 113 | 4,4 % | 17,4 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 300 | 184 | 116 | 4,7 % | 18,9 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 333 | 207 | 126 | 5,2 % | 20,6 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 395 | 239 | 156 | 6,2 % | 23,6 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 614 | 383 | 231 | 9,6 % | 25,0 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 759 | 494 | 265 | 12 % | 23,7 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 826 | 464 | 362 | 13 % | 24,9 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 788 | 441 | 347 | 12 % | 24,2 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 546 | 299 | 247 | 8,6 % | 24,7 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 466 | 248 | 218 | 7,3 % | 24,4 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 239 | 133 | 106 | 3,7 % | 23,9 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 46 | 20 | 26 | 0,72 % | 16,8 |
| ab 95 Jahren | 5 | 2 | 3 | 0,078 % | 33,5 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 16,8 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 26,7 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).
Vor allem Neurologie und Orthopädie (45 % und 22 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte