G82.2- Paraparese und Paraplegie, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSASonstige schwere Verletzungen der Wirbelsäule / (sub)akute Myelitis / zerebrale Para- und Diplegie / postoperative Rückenmarkserkrankungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Lähmung beider unterer Extremitäten o.n.A.

Paraplegie (untere) o.n.A.

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über G82.-

Zur Kodierung einer traumatischen Tetraplegie/Paraplegie siehe DKR 1910 Verletzung des Rückenmarks (Seite 169).

gilt über G82.-

Die akute Phase – unmittelbar posttraumatisch

gilt über G82.-FoKA: Konsens

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

gilt über G82.-FoKA: Konsens

Aufnahme mit linksseitiger Hemiparese bei Verdacht auf Hirninfarkt. Bei Aufnahme leichte Sprechstörung und leichte Hemiparese links. In der Bildgebung Nachweis von multiplen frischen rechts cerebralen Ischämien. Es erfolgt eine Schlaganfallkomplexbehandlung.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes5

G82.20 Akute komplette Querschnittlähmung nichttraumatischer GeneseMorbi-RSA⚖ 4
G82.21 Akute inkomplette Querschnittlähmung nichttraumatischer GeneseMorbi-RSA⚖ 4
G82.22 Chronische komplette QuerschnittlähmungMorbi-RSA⚖ 4
G82.23 Chronische inkomplette QuerschnittlähmungMorbi-RSA⚖ 4
G82.29 Nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 4

Diagnosehäufigkeit

733 Fälle · 50 % Frauen · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 43 % Neurologie’22

Rang 1950 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 65 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre3030,41 %7,0
5 bis unter 10 Jahre2110,27 %18,5
10 bis unter 15 Jahre9451,2 %5,7
15 bis unter 18 Jahre4040,55 %4,8
18 bis unter 20 Jahre13581,8 %9,3
20 bis unter 25 Jahre186122,5 %7,3
25 bis unter 30 Jahre2313103,1 %13,7
30 bis unter 35 Jahre2313103,1 %6,4
35 bis unter 40 Jahre201282,7 %17,6
40 bis unter 45 Jahre3114174,2 %10,6
45 bis unter 50 Jahre2310133,1 %12,2
50 bis unter 55 Jahre5428267,4 %15,6
55 bis unter 60 Jahre76373910 %18,1
60 bis unter 65 Jahre7234389,8 %23,8
65 bis unter 70 Jahre81503111 %28,0
70 bis unter 75 Jahre7235379,8 %22,3
75 bis unter 80 Jahre81433811 %23,3
80 bis unter 85 Jahre78423611 %22,3
85 bis unter 90 Jahre4115265,6 %24,0
90 bis unter 95 Jahre7430,95 %21,7
ab 95 Jahren2020,27 %34,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 15,6 Tagen (50 bis unter 55 Jahre) und ⌀ 28,0 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

6.018 Fälle

Vor allem Neurologie und Orthopädie (43 % und 22 %)

  • Neurologie43 %2.567
  • Orthopädie22 %1.300
  • Sonstige Fachabteilung11 %659
  • Neurochirurgie7,3 %438
  • Chirurgie5,1 %305
  • Übrige 19 Abteilungen12 %749
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin4,2 %254
  • Pädiatrie3,0 %182
  • Unfallchirurgie2,4 %147
  • Geriatrie0,98 %59
  • Intensivmedizin0,88 %53
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,17 %10
  • Kardiologie0,17 %10
  • Gastroenterologie0,12 %7
  • Kinderchirurgie0,083 %5
  • Plastische Chirurgie0,066 %4
  • Urologie0,066 %4
  • Pneumologie0,050 %3
  • Rheumatologie0,050 %3
  • Endokrinologie0,033 %2
  • Strahlenheilkunde0,033 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,017 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,017 %1
  • Neonatologie0,017 %1
  • Nephrologie0,017 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G82.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Paraparese und Paraplegie, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte