G45.2- Multiple und bilaterale Syndrome der extrazerebralen hirnversorgenden Arterien

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAArteria-carotis-interna-, bilaterale und multiple Syndrome der extrazerebralen hirnversorgenden Arterien/ Diplegie der oberen Extremitäten, Monoplegie und andere Lähmungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über G45.-FoKA: Konsens

Ein Patient wird mit dem klinischen Zeichen einer TIA (z. B. vorübergehende Aphasie mit Rückbildung innerhalb von 24 Stunden) stationär aufgenommen. In der bildgebenden Diagnostik (z. B. MRT) zeigt sich eine frische Infarzierung. Was ist die Hauptdiagnose (klinisch: TIA/morphologisch: Hirninfarkt)?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes3

G45.22 Komplette Rückbildung innerhalb von 1 bis 24 StundenMorbi-RSA⚖ 1
G45.23 Komplette Rückbildung innerhalb von weniger als 1 StundeMorbi-RSA⚖ 1
G45.29 Verlauf der Rückbildung nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

446 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 79 % Neurologie’22

Rang 2462 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 76 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre1010,22 %1,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre1100,22 %2,0
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre1100,22 %3,0
25 bis unter 30 Jahre2020,45 %2,0
30 bis unter 35 Jahre4310,90 %2,0
35 bis unter 40 Jahre4220,90 %2,0
40 bis unter 45 Jahre7431,6 %3,0
45 bis unter 50 Jahre8531,8 %2,4
50 bis unter 55 Jahre14953,1 %2,9
55 bis unter 60 Jahre2919106,5 %3,0
60 bis unter 65 Jahre3117147,0 %3,7
65 bis unter 70 Jahre47222511 %3,6
70 bis unter 75 Jahre62293314 %4,3
75 bis unter 80 Jahre61283314 %3,8
80 bis unter 85 Jahre84374719 %5,0
85 bis unter 90 Jahre63234014 %5,3
90 bis unter 95 Jahre2311125,2 %5,3
ab 95 Jahren4310,90 %9,8

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,8 Tagen (75 bis unter 80 Jahre) und ⌀ 5,3 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

92.369 Fälle

Überwiegend Neurologie (79 %)

  • Neurologie79 %72.845
  • Innere Medizin16 %14.954
  • Kardiologie1,4 %1.268
  • Geriatrie1,2 %1.100
  • Intensivmedizin0,81 %748
  • Übrige 25 Abteilungen1,6 %1.454
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie0,33 %308
  • Chirurgie0,31 %283
  • Sonstige Fachabteilung0,27 %251
  • Gastroenterologie0,19 %173
  • Augenheilkunde0,14 %129
  • Unfallchirurgie0,062 %57
  • Pädiatrie0,049 %45
  • Neurochirurgie0,048 %44
  • Nephrologie0,032 %30
  • Herzchirurgie0,027 %25
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,026 %24
  • Orthopädie0,021 %19
  • Pneumologie0,018 %17
  • Urologie0,014 %13
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,011 %10
  • Endokrinologie0,006 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,005 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,004 %4
  • Plastische Chirurgie0,003 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,002 %2
  • Strahlenheilkunde0,002 %2
  • Dermatologie0,001 %1
  • Kinderkardiologie0,001 %1
  • Thoraxchirurgie0,001 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Multiple und bilaterale Syndrome der extrazerebralen hirnversorgenden Arterien

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte