G40.2 Lokalisationsbezogene (fokale) (partielle) symptomatische Epilepsie und epileptische Syndrome mit komplexen fokalen Anfällen

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’26Epilepsie (> 17 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 7Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 7 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · 1 weitere Quelle · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Anfälle mit Störungen des Bewusstseins, meist mit Automatismen

Komplexe fokale Anfälle mit Entwicklung zu sekundär generalisierten Anfällen

Regeln außerhalb des Katalogs3

Stationäre Aufnahme wegen einer akuten ischämischen Herzkrankheit (Hauptdiagnose I24.9 Akute ischämische Herzkrankheit, nicht näher bezeichnet). Zusätzlich besteht eine fokale symptomatische Epilepsie entsprechend des ICD-Kodes G40.

Ein Patient wird wegen einer symptomatischen Epilepsie mit komplexen fokalen, sekundär generalisierenden Anfällen auf dem Boden von Hirnmetastasen eines Bronchialkarzinoms stationär aufgenommen.

BSGBSG, Urteil vom 21.04.2015: sozialgerichtliches Verfahren – Revisionsbegründung – Verfahrensmangel21.04.2015

1. Krankenhäuser haben für die Abrechnung vollstationärer Behandlung die Diagnose als Hauptdiagnose zu verschlüsseln, die aus der Rückschau am Ende der Krankenhausbehandlung objektiv die Aufnahme des Patienten ins Krankenhaus erforderlich machte. 2. Hat ein Krankenhaus einer Krankenkasse überzahlte Vergütung für die Behandlung eines Versicherten zu erstatten, kann es sich nicht aufgrund der Folgen für das Erlösbudget auf Entreicherung berufen.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

45.775 Fälle · 53 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 66 % Neurologie’24

Rang 57 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,26 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 62 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr177111660,39 %9,3
1 bis unter 5 Jahre1.1236414822,5 %6,2
5 bis unter 10 Jahre1.6649067583,6 %6,0
10 bis unter 15 Jahre1.3717376343,0 %5,8
15 bis unter 18 Jahre8584653931,9 %6,9
18 bis unter 20 Jahre7154103051,6 %7,9
20 bis unter 25 Jahre1.6729037693,7 %7,7
25 bis unter 30 Jahre1.7279587693,8 %8,5
30 bis unter 35 Jahre1.6458967493,6 %8,9
35 bis unter 40 Jahre1.7529478053,8 %8,1
40 bis unter 45 Jahre1.6959317643,7 %7,7
45 bis unter 50 Jahre1.6048887163,5 %7,0
50 bis unter 55 Jahre2.1491.2369134,7 %7,2
55 bis unter 60 Jahre3.0781.8141.2646,7 %7,0
60 bis unter 65 Jahre3.6872.1861.5018,1 %6,6
65 bis unter 70 Jahre3.5922.1071.4857,8 %6,4
70 bis unter 75 Jahre3.6702.0021.6688,0 %6,3
75 bis unter 80 Jahre3.6001.8471.7537,9 %6,1
80 bis unter 85 Jahre4.6432.1602.48310 %6,4
85 bis unter 90 Jahre3.8171.5282.2898,3 %6,4
90 bis unter 95 Jahre1.2793858942,8 %6,1
ab 95 Jahren257611960,56 %6,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,8 Tagen (10 bis unter 15 Jahre) und ⌀ 8,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

121.218 Fälle

Überwiegend Neurologie (66 %)

  • Neurologie66 %79.651
  • Pädiatrie17 %20.926
  • Innere Medizin10 %12.340
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %1.552
  • Neurochirurgie1,2 %1.441
  • Übrige 30 Abteilungen4,4 %5.308
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin1,1 %1.297
  • Geriatrie1,0 %1.252
  • Kardiologie0,92 %1.111
  • Chirurgie0,42 %506
  • Gastroenterologie0,29 %348
  • Unfallchirurgie0,14 %174
  • Nephrologie0,091 %110
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,062 %75
  • Kinderchirurgie0,041 %50
  • Pneumologie0,041 %50
  • Orthopädie0,040 %49
  • Allgemeine Psychiatrie0,037 %45
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,032 %39
  • Neonatologie0,031 %37
  • Kinderkardiologie0,026 %32
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,016 %19
  • Urologie0,014 %17
  • Gefäßchirurgie0,013 %16
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,012 %15
  • Endokrinologie0,011 %13
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %10
  • Strahlenheilkunde0,008 %10
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %10
  • Dermatologie0,005 %6
  • Augenheilkunde0,003 %4
  • Geburtshilfe0,003 %4
  • Plastische Chirurgie0,003 %4
  • Herzchirurgie0,002 %3
  • Rheumatologie0,001 %1
  • Thoraxchirurgie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G40.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis27

AIEF [Akute infantile Enzephalopathie mit vorwiegender Beteiligung der Frontallappen]
363549Primärschlüssel
Akute infantile Enzephalopathie mit vorwiegender Beteiligung der Frontallappen
363549Primärschlüssel
Autosomal-dominante laterale Temporallappen-Epilepsie
101046Primärschlüssel
Benigne Partialepilepsie im Kleinkindalter mit komplexen fokalen Anfällen
Primärschlüssel
Epilepsie des limbischen Systems
Primärschlüssel
Epilepsie mit komplexem fokalen Anfall
Primärschlüssel
Epileptische Automatismen
Primärschlüssel
Epileptischer Anfall mit Bewusstseinsstörung
Primärschlüssel
Epileptisches Äquivalent
Primärschlüssel
Familiäre mesiale Temporallappenepilepsie
163717Primärschlüssel
Familiäre mesiale Temporallappenepilepsie mit Fieberkrämpfen
Primärschlüssel
Familiäre Temporallappenepilepsie
98819Primärschlüssel
Infantile mesiale Temporallappenepilepsie mit schwergradiger kognitiver Regression
391316Primärschlüssel
Komplex fokaler epileptischer Anfall
Primärschlüssel
Komplexer fokaler Anfall mit Entwicklung zu einem sekundär generalisierten Anfall
Primärschlüssel
Mesiale Temporallappenepilepsie mit Hippocampussklerose
99701Zwei Primärschlüssel
▸ noch 11 Einträge
Paroxysmale idiopathische Automatismen
Primärschlüssel
Partielle Epilepsie mit Bewusstseinsstörung
Primärschlüssel
Psychomotorische Epilepsie
Primärschlüssel
Psychomotorische Konvulsionen
Primärschlüssel
Psychomotorischer Anfall
Primärschlüssel
Psychomotorisches Anfallsleiden
Primärschlüssel
Psychosensorische Epilepsie
Primärschlüssel
Syndrom der X-chromosomalen Epilepsie mit Lernstörung und Verhaltensauffälligkeit
85294Primärschlüssel
Temporallappenepilepsie
Primärschlüssel
Uncinatus-Anfall
Primärschlüssel
Hypothalamus-Hamartom mit gelastischen Anfällen
86906Zwei Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)7

363549
Akute Enzephalopathie mit biphasischen Krämpfen und spät reduzierter DiffusionAESD · AIEF · +1
101046
Epilepsie mit akustischen MerkmalenADFEAM · ADLTE · +5
99701
Mesiale Temporallappenepilepsie mit HippocampusskleroseHS-MTLE · Hippokampussklerose-assoziierte mesiale Temporallappenepilepsie · +1
98819
Temporallappenepilepsie, familiäre
163717
Temporallappenepilepsie, mesiale, familiäre FormFLTLE
391316
TNK2-assoziierte Epilepsie mit schwerer kognitiver RückentwicklungInfantile mesiale Temporallappenepilepsie mit schwerer kognitiver Regression
85294
X-chromosomale Epilepsie-Lernstörungen-Verhaltensstörungen-SyndromSyndrom der X-chromosomale Epilepsie mit Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten

Änderungen

2010Bestand
Lokalisationsbezogene (fokale) (partielle) symptomatische Epilepsie und epileptische Syndrome mit komplexen fokalen Anfällen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte