F91.0 Auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAStörungen des Sozialverhaltens und der Emotionen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Verhaltensstörung umfasst dissoziales oder aggressives Verhalten (und nicht nur oppositionelles, aufsässiges oder trotziges Verhalten), das vollständig oder fast völlig auf den häuslichen Rahmen oder auf Interaktionen mit Mitgliedern der Kernfamilie oder der unmittelbaren Lebensgemeinschaft beschränkt ist. Für die Störung müssen die allgemeinen Kriterien für F91.- erfüllt sein. Schwer gestörte Eltern-Kind-Beziehungen sind für die Diagnose allein nicht ausreichend.

Diagnosehäufigkeit

352 Fälle · 55 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 75 % Kinder- und Jugendpsychiatrie’22

Rang 2705 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 12 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre185135,1 %31,4
5 bis unter 10 Jahre105634230 %36,9
10 bis unter 15 Jahre174977749 %42,3
15 bis unter 18 Jahre48262214 %15,8
18 bis unter 20 Jahre2110,57 %60,5
20 bis unter 25 Jahre1010,28 %12,0
25 bis unter 30 Jahre1100,28 %15,0
30 bis unter 35 Jahre2110,57 %4,0
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre1100,28 %11,0
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

2.309 Fälle

Überwiegend Kinder- und Jugendpsychiatrie (75 %)

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie75 %1.734
  • Pädiatrie13 %303
  • Psychosomatik/Psychotherapie4,9 %113
  • Allgemeine Psychiatrie3,5 %81
  • Neurologie1,5 %34
  • Übrige 10 Abteilungen1,9 %44
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,00 %23
  • Sonstige Fachabteilung0,30 %7
  • Geriatrie0,17 %4
  • Intensivmedizin0,13 %3
  • Gastroenterologie0,087 %2
  • Augenheilkunde0,043 %1
  • Kinderkardiologie0,043 %1
  • Neurochirurgie0,043 %1
  • Pneumologie0,043 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,043 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F91.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

Familienbezogene Störung des Sozialverhaltens
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte