F84.5 Asperger-Syndrom

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSATiefgreifende Entwicklungsstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
3 – 124Altersbeschränkung: 3 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Definition:

Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.

Inklusive:

Autistische Psychopathie

Schizoide Störung des Kindesalters

Diagnosehäufigkeit

954 Fälle · 69 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 33 % Pädiatrie’24

Rang 1740 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 17 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre131211,4 %21,3
5 bis unter 10 Jahre1271062113 %41,3
10 bis unter 15 Jahre2491727726 %48,7
15 bis unter 18 Jahre162927017 %44,0
18 bis unter 20 Jahre7046247,3 %41,2
20 bis unter 25 Jahre143855815 %30,8
25 bis unter 30 Jahre7750278,1 %22,5
30 bis unter 35 Jahre433584,5 %32,6
35 bis unter 40 Jahre262062,7 %22,0
40 bis unter 45 Jahre191812,0 %15,0
45 bis unter 50 Jahre8800,84 %46,0
50 bis unter 55 Jahre4310,42 %13,3
55 bis unter 60 Jahre9630,94 %65,7
60 bis unter 65 Jahre1100,10 %41,3
65 bis unter 70 Jahre2200,21 %56,0
70 bis unter 75 Jahre1010,10 %–
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 22,5 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 48,7 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

3.842 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 33 %

  • Pädiatrie33 %1.258
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie31 %1.181
  • Allgemeine Psychiatrie29 %1.123
  • Neurologie4,2 %161
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %60
  • Übrige 8 Abteilungen1,5 %59
▸ Übrige einzeln
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,83 %32
  • Innere Medizin0,49 %19
  • Intensivmedizin0,078 %3
  • Chirurgie0,026 %1
  • Gastroenterologie0,026 %1
  • Kinderchirurgie0,026 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,026 %1
  • Neurochirurgie0,026 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F84.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis7

Asperger-Krankheit
Primärschlüssel
Asperger-Syndrom
Primärschlüssel
Autistische Psychopathie
Primärschlüssel
Früh beginnende Schizophrenie
Primärschlüssel
Kindliche Schizophrenie
Primärschlüssel
Schizoide Störung beim Kind
Primärschlüssel
Schizophrenes Syndrom beim Kind
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Asperger-Syndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte