F81.0 Lese- und Rechtschreibstörung

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’26Entwicklungsstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
1 – 124Altersbeschränkung: 1 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Definition:

Das Hauptmerkmal ist eine umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten, die nicht allein durch das Entwicklungsalter, Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Leseverständnis, die Fähigkeit, gelesene Worte wieder zu erkennen, vorzulesen und Leistungen, für welche Lesefähigkeit nötig ist, können sämtlich betroffen sein. Bei umschriebenen Lesestörungen sind Rechtschreibstörungen häufig und persistieren oft bis in die Adoleszenz, auch wenn einige Fortschritte im Lesen gemacht werden. Umschriebenen Entwicklungsstörungen des Lesens gehen Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus. Während der Schulzeit sind begleitende Störungen im emotionalen und Verhaltensbereich häufig.

Inklusive:

Entwicklungsdyslexie

Umschriebene Lesestörung

"Leserückstand"

Exklusive:

Alexie o.n.A. R48.0

Dyslexie o.n.A. R48.0

Leseverzögerung infolge emotionaler Störung F93.-

Diagnosehäufigkeit

10 Fälle · 60 % Männer · Gipfel 5 bis unter 10 Jahre · 67 % Pädiatrie’24

Rang 6086 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 10 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000–2,0
5 bis unter 10 Jahre53250 %1,8
10 bis unter 15 Jahre42240 %13,2
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre11010 %–
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

72 Fälle

Überwiegend Pädiatrie (67 %)

  • Pädiatrie67 %48
  • Neurologie17 %12
  • Allgemeine Psychiatrie9,7 %7
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,8 %2
  • Innere Medizin1,4 %1
  • Übrige 2 Abteilungen2,8 %2
▸ Übrige einzeln
  • Psychosomatik/Psychotherapie1,4 %1
  • Sonstige Fachabteilung1,4 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F81.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis15

Entwicklungsbedingte Alexie
Primärschlüssel
Entwicklungsbedingte Dyslexie
Primärschlüssel
Entwicklungsbedingte Lesestörung
Primärschlüssel
Entwicklungsdyslexie
Primärschlüssel
Entwicklungsstörung der Lesefähigkeit
Primärschlüssel
Entwicklungsstörung der Rechtschreibfähigkeit
Primärschlüssel
Legasthenie
Primärschlüssel
Lese-Rechtschreib-Schwäche
Primärschlüssel
Lese-Rechtschreib-Störung
Primärschlüssel
Leserückstand
Primärschlüssel
Leseschwierigkeiten
Primärschlüssel
Rechtschreib-Störung bei Lesestörung
Primärschlüssel
Strephosymbolie
Primärschlüssel
Umschriebene Lesestörung
Primärschlüssel
Umschriebene Rechtschreibschwierigkeiten
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Lese- und Rechtschreibstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte