F80.2- Rezeptive Sprachstörung

ICD-10-GM 2018Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
1 – 124Altersbeschränkung: 1 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Definition:

Eine umschriebene Entwicklungsstörung, bei der das Sprachverständnis des Kindes unterhalb des seinem Intelligenzalter angemessenen Niveaus liegt. In praktisch allen Fällen ist auch die expressive Sprache deutlich beeinflusst, Störungen in der Wort-Laut-Produktion sind häufig.

Inklusive:

Angeborene fehlende akustische Wahrnehmung

Entwicklungsbedingt: Dysphasie oder Aphasie, rezeptiver Typ

Entwicklungsbedingt: Wernicke-Aphasie

Worttaubheit

Exklusive:

Autismus F84.0-F84.1

▸ noch 6 Angaben
Exklusive:

Dysphasie und Aphasie: entwicklungsbedingt, expressiver Typ F80.1

Dysphasie und Aphasie: o.n.A. R47.0

Elektiver Mutismus F94.0

Erworbene Aphasie mit Epilepsie [Landau-Kleffner-Syndrom] F80.3

Intelligenzstörung F70-F79

Sprachentwicklungsverzögerung infolge von Schwerhörigkeit oder Taubheit H90-H91

Subkodes2

F80.20 Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung [AVWS]1 – 124
F80.28 Sonstige rezeptive Sprachstörung1 – 124

Änderungen

2010Bestand
Rezeptive Sprachstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2018 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte