F64.2 Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAStörungen der Geschlechtsidentität — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität; eine bloße Knabenhaftigkeit bei Mädchen und ein mädchenhaftes Verhalten bei Jungen sind nicht ausreichend. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Personen, welche die Pubertät erreicht haben oder gerade erreichen, sind nicht hier, sondern unter F66.- zu klassifizieren.

Exklusive:

Ichdystone Sexualorientierung F66.1

Sexuelle Reifungskrise F66.0

Diagnosehäufigkeit

5 Fälle · 60 % Frauen · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 30 % Urologie’22

Rang 6655 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 13 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre42280 %37,0
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre10120 %4,0
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

4.850 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Urologie, hat 30 %

  • Urologie30 %1.470
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe30 %1.449
  • Chirurgie21 %1.002
  • Plastische Chirurgie17 %834
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,1 %52
  • Übrige 9 Abteilungen0,89 %43
▸ Übrige einzeln
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,35 %17
  • Allgemeine Psychiatrie0,16 %8
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,082 %4
  • Unfallchirurgie0,082 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,062 %3
  • Dermatologie0,041 %2
  • Innere Medizin0,041 %2
  • Pädiatrie0,041 %2
  • Thoraxchirurgie0,021 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F64.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Psychosexuelle Identitätsstörung im Kindesalter
Primärschlüssel
Störung der Geschlechtsidentität im Kindesalter
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte