F51.0 Nichtorganische Insomnie

Kurz erklärt: Schlafstörungen ohne körperliche Ursache, zum Beispiel Ein- und Durchschlafstörungen.

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Insomnie ist ein Zustandsbild mit einer ungenügenden Dauer und Qualität des Schlafes, das über einen beträchtlichen Zeitraum besteht und Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen einschließt. Insomnie ist ein häufiges Symptom vieler psychischer und somatischer Störungen und soll daher nur zusätzlich klassifiziert werden, wenn sie das klinische Bild beherrscht.

Exklusive:

Insomnie (organisch) G47.0

Diagnosehäufigkeit

1.227 Fälle · 54 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 34 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 1500 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr111010,90 %14,3
1 bis unter 5 Jahre15961,2 %17,9
5 bis unter 10 Jahre7250,57 %2,0
10 bis unter 15 Jahre9540,73 %21,8
15 bis unter 18 Jahre217141,7 %5,2
18 bis unter 20 Jahre12480,98 %8,7
20 bis unter 25 Jahre4118233,3 %1,9
25 bis unter 30 Jahre6331325,1 %2,3
30 bis unter 35 Jahre6229335,1 %2,1
35 bis unter 40 Jahre8444406,8 %2,7
40 bis unter 45 Jahre9537587,7 %2,2
45 bis unter 50 Jahre10253498,3 %3,0
50 bis unter 55 Jahre158649413 %2,6
55 bis unter 60 Jahre1847910515 %2,8
60 bis unter 65 Jahre132557711 %2,3
65 bis unter 70 Jahre10258448,3 %2,7
70 bis unter 75 Jahre5731264,6 %3,3
75 bis unter 80 Jahre3915243,2 %4,6
80 bis unter 85 Jahre268182,1 %3,3
85 bis unter 90 Jahre6240,49 %7,0
90 bis unter 95 Jahre1100,081 %1,0
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 3,3 Tagen (70 bis unter 75 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

2.088 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Allgemeine Psychiatrie, hat 34 %

  • Allgemeine Psychiatrie34 %708
  • Pädiatrie16 %326
  • Neurologie14 %287
  • Innere Medizin13 %274
  • Sonstige Fachabteilung11 %225
  • Übrige 12 Abteilungen13 %268
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie8,6 %179
  • Psychosomatik/Psychotherapie2,0 %42
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,72 %15
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,53 %11
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,38 %8
  • Intensivmedizin0,14 %3
  • Kardiologie0,14 %3
  • Geriatrie0,096 %2
  • Neurochirurgie0,096 %2
  • Augenheilkunde0,048 %1
  • Dermatologie0,048 %1
  • Gastroenterologie0,048 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F51.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis7

Akute Insomnie [Schlafanpassungsstörung]
Primärschlüssel
Idiopathische Insomnie
Primärschlüssel
Nichtorganische Hyposomnie
Primärschlüssel
Nichtorganische Insomnie
Primärschlüssel
Paradoxe Insomnie
Primärschlüssel
Psychogene Schlaflosigkeit
Primärschlüssel
Psychophysiologische Insomnie
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Nichtorganische Insomnie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte