F50.8 Sonstige Essstörungen

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSASonstige Essstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Pica bei Erwachsenen

Psychogener Appetitverlust

Exklusive:

Pica im Kindesalter F98.3

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Eine 85-jährige Patientin wird zur Anlage einer PEG-Sonde geplant stationär aufgenommen. Bedingt durch eine bekannte dementielle Erkrankung liegt eine Essverweigerung mit drohendem Energie- und Eiweißmangel vor. Als Hauptdiagnose wird F50.8 Sonstige Essstörungen angegeben. Ist die Hauptdiagnose korrekt?

gilt über F50.-FoKA: Konsens

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

933 Fälle · 77 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 43 % Psychosomatik/Psychotherapie’24

Rang 1749 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 23 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre9270,96 %6,0
5 bis unter 10 Jahre5920396,3 %19,5
10 bis unter 15 Jahre1643612818 %32,1
15 bis unter 18 Jahre1713513618 %23,6
18 bis unter 20 Jahre237162,5 %55,9
20 bis unter 25 Jahre638556,8 %41,3
25 bis unter 30 Jahre6210526,6 %51,7
30 bis unter 35 Jahre5413415,8 %40,1
35 bis unter 40 Jahre5115365,5 %32,8
40 bis unter 45 Jahre385334,1 %48,5
45 bis unter 50 Jahre5313405,7 %30,2
50 bis unter 55 Jahre4720275,0 %46,8
55 bis unter 60 Jahre5915446,3 %35,9
60 bis unter 65 Jahre356293,8 %31,4
65 bis unter 70 Jahre184141,9 %34,2
70 bis unter 75 Jahre133101,4 %16,9
75 bis unter 80 Jahre2200,21 %22,9
80 bis unter 85 Jahre6240,64 %5,0
85 bis unter 90 Jahre3030,32 %3,4
90 bis unter 95 Jahre3120,32 %8,6
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 19,5 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 51,7 Tagen (25 bis unter 30 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

12.106 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (43 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie43 %5.229
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %2.913
  • Pädiatrie21 %2.602
  • Allgemeine Psychiatrie5,5 %664
  • Innere Medizin4,1 %501
  • Übrige 15 Abteilungen1,6 %197
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie1,00 %121
  • Intensivmedizin0,17 %20
  • Kardiologie0,12 %14
  • Neurologie0,066 %8
  • Geriatrie0,050 %6
  • Sonstige Fachabteilung0,050 %6
  • Chirurgie0,041 %5
  • Pneumologie0,041 %5
  • Neonatologie0,025 %3
  • Endokrinologie0,017 %2
  • Kinderkardiologie0,017 %2
  • Nephrologie0,017 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis21

Appetitlosigkeit nichtorganischen Ursprungs
Primärschlüssel
Appetitmangel nichtorganischen Ursprungs
Primärschlüssel
Appetitverlust nichtorganischen Ursprungs
Primärschlüssel
Binge-Eating-Störung
Primärschlüssel
Esssucht
Primärschlüssel
Hysterische Dysorexie
Primärschlüssel
Hysterischer Appetitverlust
Primärschlüssel
Nahrungsverweigerung als Verhaltensauffälligkeit
Primärschlüssel
Nichtorganische Pica beim Erwachsenen
Primärschlüssel
Nichtorganisches Ernährungsproblem
Primärschlüssel
Parorexie
Primärschlüssel
Perverser Appetit
Primärschlüssel
Pica
Primärschlüssel
Pica bei Erwachsenen
Primärschlüssel
Pica-Syndrom
Primärschlüssel
Pica-Syndrom beim Erwachsenen
Primärschlüssel
▸ noch 5 Einträge
Pikazismus
Primärschlüssel
Psychogene Appetitstörung
Primärschlüssel
Psychogene Parorexie
Primärschlüssel
Psychogener Appetitmangel
Primärschlüssel
Psychogener Appetitverlust
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Sonstige Essstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte