Im Erscheinungsbild zeigen sich beträchtliche kulturelle Unterschiede. Zwei Hauptformen überschneiden sich beträchtlich. Bei einer Form ist das Hauptcharakteristikum die Klage über vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, häufig verbunden mit abnehmender Arbeitsleistung oder Effektivität bei der Bewältigung täglicher Aufgaben. Die geistige Ermüdbarkeit wird typischerweise als unangenehmes Eindringen ablenkender Assoziationen oder Erinnerungen beschrieben, als Konzentrationsschwäche und allgemein ineffektives Denken. Bei der anderen Form liegt das Schwergewicht auf Gefühlen körperlicher Schwäche und Erschöpfung nach nur geringer Anstrengung, begleitet von muskulären und anderen Schmerzen und der Unfähigkeit, sich zu entspannen. Bei beiden Formen finden sich eine ganze Reihe von anderen unangenehmen körperlichen Empfindungen wie Schwindelgefühl, Spannungskopfschmerz und allgemeine Unsicherheit. Sorge über abnehmendes geistiges und körperliches Wohlbefinden, Reizbarkeit, Freudlosigkeit, Depression und Angst sind häufig. Der Schlaf ist oft in der ersten und mittleren Phase gestört, es kann aber auch Hypersomnie im Vordergrund stehen.
Ermüdungssyndrom
Soll eine vorausgegangene Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.
Asthenie o.n.A. R53.9
Burn-out-Syndrom Z73
Chronische Fatigue: mit post-exertioneller Malaise [PEM] R53.0
Chronische Fatigue: ohne post-exertionelle Malaise [PEM] R53.1
Chronische Fatigue: o.n.A. R53.1
Chronisches Fatigue-Syndrom [Chronic fatigue syndrome]: nicht postinfektiös G93.31
Chronisches Fatigue-Syndrom [Chronic fatigue syndrome]: postinfektiös G93.30
Chronisches Fatigue-Syndrom [Chronic fatigue syndrome]: o.n.A. G93.39
Fatigue: akut R53.9
Fatigue: o.n.A. R53.9
Malaise und Fatigue R53.-
Myalgische Enzephalomyelitis o.n.A. G93.39
Psychasthenie F48.8
Rang 2281 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 49 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | 1,0 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 4 | 3 | 1 | 0,75 % | 3,8 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 29 | 19 | 10 | 5,4 % | 4,3 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 24 | 7 | 17 | 4,5 % | 11,1 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 7 | 3 | 4 | 1,3 % | 4,5 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 21 | 8 | 13 | 3,9 % | 10,4 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 20 | 4 | 16 | 3,8 % | 4,1 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 38 | 17 | 21 | 7,1 % | 13,7 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 41 | 11 | 30 | 7,7 % | 9,5 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 37 | 6 | 31 | 6,9 % | 10,8 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 54 | 16 | 38 | 10 % | 10,9 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 46 | 15 | 31 | 8,6 % | 11,9 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 57 | 19 | 38 | 11 % | 9,4 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 47 | 18 | 29 | 8,8 % | 13,7 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 21 | 6 | 15 | 3,9 % | 11,5 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 20 | 9 | 11 | 3,8 % | 9,8 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 21 | 7 | 14 | 3,9 % | 10,8 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 21 | 10 | 11 | 3,9 % | 7,6 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 18 | 5 | 13 | 3,4 % | 10,6 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 6 | 2 | 4 | 1,1 % | 13,3 |
| ab 95 Jahren | 1 | 0 | 1 | 0,19 % | 7,0 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,4 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 13,7 Tagen (60 bis unter 65 Jahre).
Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 27 %
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F48.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte