F45.2 Hypochondrische Störung

Kurz erklärt: Körperliche Beschwerden, für die sich keine ausreichende organische Ursache findet (somatoforme Störung).

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Vorherrschendes Kennzeichen ist eine beharrliche Beschäftigung mit der Möglichkeit, an einer oder mehreren schweren und fortschreitenden körperlichen Krankheiten zu leiden. Die Patienten manifestieren anhaltende körperliche Beschwerden oder anhaltende Beschäftigung mit ihren körperlichen Phänomenen. Normale oder allgemeine Körperwahrnehmungen und Symptome werden von dem betreffenden Patienten oft als abnorm und belastend interpretiert und die Aufmerksamkeit meist auf nur ein oder zwei Organe oder Organsysteme des Körpers fokussiert. Depression und Angst finden sich häufig und können dann zusätzliche Diagnosen rechtfertigen.

Inklusive:

Dysmorphophobie (nicht wahnhaft)

Hypochondrie

Hypochondrische Neurose

Körperdysmorphophobe Störung

Nosophobie

Exklusive:

Auf die körperlichen Funktionen oder die Körperform fixierte Wahnphänomene F22.-

Wahnhafte Dysmorphophobie F22.8

Diagnosehäufigkeit

648 Fälle · 55 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 16 % Sonstige Fachabteilung’24

Rang 2088 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 38, der Frauen ab etwa 44 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre5140,77 %58,0
15 bis unter 18 Jahre217143,2 %50,2
18 bis unter 20 Jahre181082,8 %36,3
20 bis unter 25 Jahre73502311 %31,1
25 bis unter 30 Jahre73452811 %35,2
30 bis unter 35 Jahre6139229,4 %35,4
35 bis unter 40 Jahre67382910 %30,2
40 bis unter 45 Jahre6341229,7 %29,9
45 bis unter 50 Jahre5735228,8 %34,5
50 bis unter 55 Jahre5932279,1 %44,2
55 bis unter 60 Jahre4723247,3 %27,3
60 bis unter 65 Jahre4516296,9 %30,3
65 bis unter 70 Jahre279184,2 %26,9
70 bis unter 75 Jahre177102,6 %27,8
75 bis unter 80 Jahre8441,2 %29,5
80 bis unter 85 Jahre5050,77 %31,0
85 bis unter 90 Jahre2020,31 %9,5
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 27,3 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 44,2 Tagen (50 bis unter 55 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis38

Abortangst
Primärschlüssel
Abortphobie
Primärschlüssel
AIDS-Phobie
Primärschlüssel
Angst vor Schwangerschaft
Primärschlüssel
Carcinophobia
Primärschlüssel
Cheyne-Krankheit
Primärschlüssel
Cheyne-Syndrom
Primärschlüssel
Gravidophobie
Primärschlüssel
Herzangst
Primärschlüssel
Herzangstsyndrom
Primärschlüssel
Herzhypochondrie
Primärschlüssel
Herzphobie
Primärschlüssel
Hypochondrie
Primärschlüssel
Hypochondrische Beschwerden
Primärschlüssel
Hypochondrische Depression
Primärschlüssel
Hypochondrische Neurose
Primärschlüssel
▸ noch 22 Einträge
Hypochondrische Reaktion
Primärschlüssel
Hypochondrische Störung
Primärschlüssel
Hypochondrischer Wahn
Primärschlüssel
Kankrophobie
Primärschlüssel
Kanzerophobie
Primärschlüssel
Kardiophobie
Primärschlüssel
Karzinophobie
Primärschlüssel
Körperdysmorphophobe Störung
Primärschlüssel
Krankheitsfurcht
Primärschlüssel
Krankheitswahn
Primärschlüssel
Krebsangst
Primärschlüssel
Malignomangst
Primärschlüssel
Missbildungsangst
Primärschlüssel
Nichtwahnhafte Dysmorphophobie
Primärschlüssel
Nosomanie
Primärschlüssel
Nosophobie
Primärschlüssel
Rezidivangst
Primärschlüssel
Ringelröteln-Phobie
Primärschlüssel
Schwangerschaftsphobie
Primärschlüssel
Syphilophobie
Primärschlüssel
Thromboembolieangst
Primärschlüssel
Thromboseangst
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Hypochondrische Störung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte