F45.1 Undifferenzierte Somatisierungsstörung

Kurz erklärt: Körperliche Beschwerden, für die sich keine ausreichende organische Ursache findet (somatoforme Störung).

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Wenn die körperlichen Beschwerden zahlreich, unterschiedlich und hartnäckig sind, aber das vollständige und typische klinische Bild einer Somatisierungsstörung nicht erfüllt ist, ist die Diagnose undifferenzierte Somatisierungsstörung zu erwägen.

Inklusive:

Undifferenzierte psychosomatische Störung

Diagnosehäufigkeit

1.232 Fälle · 64 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 16 % Sonstige Fachabteilung’23

Rang 1509 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 42, der Frauen ab etwa 47 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre7250,57 %7,6
10 bis unter 15 Jahre8022586,5 %31,1
15 bis unter 18 Jahre8627597,0 %42,0
18 bis unter 20 Jahre207131,6 %24,6
20 bis unter 25 Jahre7134375,8 %29,2
25 bis unter 30 Jahre8437476,8 %31,0
30 bis unter 35 Jahre7238345,8 %20,9
35 bis unter 40 Jahre9038527,3 %24,8
40 bis unter 45 Jahre10844648,8 %27,2
45 bis unter 50 Jahre10640668,6 %25,7
50 bis unter 55 Jahre12144779,8 %27,5
55 bis unter 60 Jahre134429211 %31,2
60 bis unter 65 Jahre8323606,7 %26,8
65 bis unter 70 Jahre6717505,4 %24,0
70 bis unter 75 Jahre4811373,9 %31,0
75 bis unter 80 Jahre255202,0 %18,6
80 bis unter 85 Jahre185131,5 %20,3
85 bis unter 90 Jahre9270,73 %22,1
90 bis unter 95 Jahre3030,24 %11,7
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 20,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 42,0 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis3

Psychosomatische Stigmatisierung
Primärschlüssel
Undifferenzierte psychosomatische Störung
Primärschlüssel
Undifferenzierte Somatisierungsstörung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Undifferenzierte Somatisierungsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte