F45.1 Undifferenzierte Somatisierungsstörung

Kurz erklärt: Körperliche Beschwerden, für die sich keine ausreichende organische Ursache findet (somatoforme Störung).

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAAndere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Wenn die körperlichen Beschwerden zahlreich, unterschiedlich und hartnäckig sind, aber das vollständige und typische klinische Bild einer Somatisierungsstörung nicht erfüllt ist, ist die Diagnose undifferenzierte Somatisierungsstörung zu erwägen.

Inklusive:

Undifferenzierte psychosomatische Störung

Diagnosehäufigkeit

1.375 Fälle · 64 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 17 % Innere Medizin’22

Rang 1391 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,008 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 43 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre4220,29 %2,8
10 bis unter 15 Jahre9327666,8 %30,9
15 bis unter 18 Jahre12740879,2 %27,4
18 bis unter 20 Jahre289192,0 %24,6
20 bis unter 25 Jahre7323505,3 %26,7
25 bis unter 30 Jahre8839496,4 %28,9
30 bis unter 35 Jahre9743547,1 %25,1
35 bis unter 40 Jahre11151608,1 %23,0
40 bis unter 45 Jahre11152598,1 %26,4
45 bis unter 50 Jahre11636808,4 %27,7
50 bis unter 55 Jahre11943768,7 %27,5
55 bis unter 60 Jahre137518610,0 %27,2
60 bis unter 65 Jahre9335586,8 %32,3
65 bis unter 70 Jahre6624424,8 %23,5
70 bis unter 75 Jahre5115363,7 %23,5
75 bis unter 80 Jahre307232,2 %14,5
80 bis unter 85 Jahre222201,6 %12,5
85 bis unter 90 Jahre9270,65 %11,1
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 23,0 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 32,3 Tagen (60 bis unter 65 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

36.424 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 17 %

  • Innere Medizin17 %6.243
  • Sonstige Fachabteilung16 %5.754
  • Neurologie14 %5.140
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.902
  • Orthopädie12 %4.301
  • Übrige 26 Abteilungen28 %10.084
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,7 %2.816
  • Allgemeine Psychiatrie6,4 %2.345
  • Pädiatrie5,9 %2.155
  • Intensivmedizin1,3 %476
  • Rheumatologie1,1 %398
  • Kardiologie0,80 %293
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,80 %292
  • Unfallchirurgie0,75 %272
  • Gastroenterologie0,71 %258
  • Neurochirurgie0,65 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,59 %216
  • Geriatrie0,41 %149
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,12 %44
  • Pneumologie0,091 %33
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,069 %25
  • Nephrologie0,047 %17
  • Urologie0,041 %15
  • Kinderchirurgie0,033 %12
  • Dermatologie0,025 %9
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,014 %5
  • Endokrinologie0,011 %4
  • Kinderkardiologie0,011 %4
  • Plastische Chirurgie0,011 %4
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,005 %2
  • Augenheilkunde0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis3

Psychosomatische Stigmatisierung
Primärschlüssel
Undifferenzierte psychosomatische Störung
Primärschlüssel
Undifferenzierte Somatisierungsstörung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Undifferenzierte Somatisierungsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte