F44.5 Dissoziative Krampfanfälle

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASchwere dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Dissoziative Krampfanfälle können epileptischen Anfällen bezüglich ihrer Bewegungen sehr stark ähneln. Zungenbiss, Verletzungen beim Sturz oder Urininkontinenz sind jedoch selten. Ein Bewusstseinsverlust fehlt oder es findet sich statt dessen ein stupor- oder tranceähnlicher Zustand.

Diagnosehäufigkeit

5.851 Fälle · 73 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 53 % Neurologie’23

Rang 543 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,033 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 28 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2110,034 %16,5
1 bis unter 5 Jahre3210,051 %1,3
5 bis unter 10 Jahre181260,31 %6,2
10 bis unter 15 Jahre276662104,7 %6,8
15 bis unter 18 Jahre60711349410 %5,2
18 bis unter 20 Jahre484953898,3 %6,2
20 bis unter 25 Jahre1.13425088419 %5,8
25 bis unter 30 Jahre66519447111 %7,0
30 bis unter 35 Jahre62617145511 %4,9
35 bis unter 40 Jahre4971403578,5 %5,8
40 bis unter 45 Jahre3401002405,8 %6,7
45 bis unter 50 Jahre293762175,0 %7,9
50 bis unter 55 Jahre259921674,4 %10,1
55 bis unter 60 Jahre2681061624,6 %9,4
60 bis unter 65 Jahre193871063,3 %8,9
65 bis unter 70 Jahre6624421,1 %7,6
70 bis unter 75 Jahre5317360,91 %7,0
75 bis unter 80 Jahre255200,43 %6,5
80 bis unter 85 Jahre2712150,46 %7,4
85 bis unter 90 Jahre122100,21 %4,5
90 bis unter 95 Jahre3030,051 %5,3
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 10,1 Tagen (50 bis unter 55 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

9.908 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.288
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.286
  • Pädiatrie12 %1.210
  • Innere Medizin7,1 %705
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,8 %578
  • Übrige 22 Abteilungen8,5 %841
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin2,4 %240
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,1 %208
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %133
  • Kardiologie1,0 %100
  • Neurochirurgie0,49 %49
  • Gastroenterologie0,27 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,19 %19
  • Geriatrie0,16 %16
  • Chirurgie0,12 %12
  • Unfallchirurgie0,091 %9
  • Kinderkardiologie0,061 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,050 %5
  • Orthopädie0,030 %3
  • Pneumologie0,030 %3
  • Endokrinologie0,020 %2
  • Kinderchirurgie0,020 %2
  • Nephrologie0,020 %2
  • Dermatologie0,010 %1
  • Geburtshilfe0,010 %1
  • Gefäßchirurgie0,010 %1
  • Neonatologie0,010 %1
  • Urologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis10

Dissoziativer Krampfanfall
Primärschlüssel
Funktionelle Tetanie
Primärschlüssel
Hyperkinetische hysterische Tetanie
Primärschlüssel
Hysterische Konvulsionen
Primärschlüssel
Hysterische Pseudotetanie
Primärschlüssel
Hysterische Tetanie
Primärschlüssel
Hysterischer Anfall
Primärschlüssel
Hysteroepilepsie
Primärschlüssel
Pseudoanfall
Primärschlüssel
Psychogene Tetanie
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Dissoziative Krampfanfälle

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte