F43.2 Anpassungsstörungen

Kurz erklärt: Anpassungsstörung: seelische Belastung (Niedergeschlagenheit, Sorgen, Anspannung) als Reaktion auf ein einschneidendes Lebensereignis wie Trennung, Krankheit oder Jobverlust.

ICD-10-GM 2015Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Definition:

Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.

Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.

Inklusive:

Hospitalismus bei Kindern

Kulturschock

Trauerreaktion

Exklusive:

Trennungsangst in der Kindheit F93.0

Alphabetisches Verzeichnis29

Abnorme Adaptationsreaktion
Primärschlüssel
Abnorme Anpassungsreaktion
Primärschlüssel
Abnorme Situationsreaktion
Primärschlüssel
Abnorme Trauerreaktion
Primärschlüssel
Adaptationsstörung
Primärschlüssel
Adaptationssyndrom
Primärschlüssel
Anpassungsstörung
Primärschlüssel
Anpassungsstörung des Sozialverhaltens
Primärschlüssel
Anpassungsstörung im Alter
Primärschlüssel
Anpassungsstörung im Jugendalter
Primärschlüssel
Anpassungsstörung mit emotionaler Krise
Primärschlüssel
Anpassungsstörung mit emotionaler Symptomatik
Primärschlüssel
Anpassungssyndrom
Primärschlüssel
Culture shock
Primärschlüssel
Emotionale Krise
Primärschlüssel
Heimweh
Primärschlüssel
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Hospitalismus beim Kind
Primärschlüssel
Kulturschock
Primärschlüssel
Kurzdauernde depressive Reaktion
Primärschlüssel
Langdauernde depressive Reaktion
Primärschlüssel
Leichter Hospitalismus beim Kind
Primärschlüssel
Nostalgie
Primärschlüssel
Psychische Anpassungsstörung
Primärschlüssel
Soziale Anpassungsstörung mit emotionaler Beeinträchtigung
Primärschlüssel
Stresssyndrom
Primärschlüssel
Temporäre Situationsstörung
Primärschlüssel
Trauerreaktion
Primärschlüssel
Trennungsangst
Primärschlüssel
Vorübergehende Situationsstörung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Anpassungsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2015 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte