F41.- Andere Angststörungen

Kurz erklärt: Angststörung: übermäßige, belastende Angst — als Panikattacken, als anhaltende Besorgtheit oder gemischt.

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Bei diesen Störungen stellen Manifestationen der Angst die Hauptsymptome dar, ohne auf eine bestimmte Umgebungssituation bezogen zu sein. Depressive und Zwangssymptome, sogar einige Elemente phobischer Angst können vorhanden sein, vorausgesetzt, sie sind eindeutig sekundär oder weniger ausgeprägt.

Subkodes6

F41.0 Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst]Morbi-RSA
F41.1 Generalisierte AngststörungMorbi-RSA
F41.2 Angst und depressive Störung, gemischtMorbi-RSA
F41.3 Andere gemischte AngststörungenMorbi-RSA
F41.8 Sonstige spezifische AngststörungenMorbi-RSA
F41.9 Angststörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

16.976 Fälle · 66 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 45 % Allgemeine Psychiatrie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F41.-.

Rang 228 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,096 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 44, der Frauen ab etwa 50 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre3210,018 %8,7
5 bis unter 10 Jahre5029210,29 %15,3
10 bis unter 15 Jahre6601834773,9 %29,3
15 bis unter 18 Jahre9482487005,6 %24,3
18 bis unter 20 Jahre4891673222,9 %23,0
20 bis unter 25 Jahre1.2924858077,6 %23,7
25 bis unter 30 Jahre1.1634906736,9 %22,6
30 bis unter 35 Jahre1.1495076426,8 %22,5
35 bis unter 40 Jahre1.1684736956,9 %22,5
40 bis unter 45 Jahre1.1544616936,8 %23,8
45 bis unter 50 Jahre9633695945,7 %24,7
50 bis unter 55 Jahre1.1544686866,8 %25,9
55 bis unter 60 Jahre1.3704798918,1 %25,8
60 bis unter 65 Jahre1.2954458507,6 %24,8
65 bis unter 70 Jahre1.0423287146,1 %22,8
70 bis unter 75 Jahre9502397115,6 %20,3
75 bis unter 80 Jahre7031745294,1 %19,3
80 bis unter 85 Jahre7811766054,6 %14,7
85 bis unter 90 Jahre503974063,0 %14,0
90 bis unter 95 Jahre120141060,71 %11,4
ab 95 Jahren194150,11 %10,8

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 14,0 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 29,3 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

16.976 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (45 % und 19 %)

  • Allgemeine Psychiatrie45 %7.627
  • Psychosomatik/Psychotherapie19 %3.165
  • Innere Medizin16 %2.656
  • Neurologie7,3 %1.237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie4,9 %839
  • Übrige 22 Abteilungen8,6 %1.452
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie4,4 %747
  • Kardiologie1,9 %322
  • Geriatrie0,90 %152
  • Gastroenterologie0,37 %63
  • Pneumologie0,20 %34
  • Sonstige Fachabteilung0,19 %33
  • Intensivmedizin0,14 %24
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,094 %16
  • Chirurgie0,065 %11
  • Nephrologie0,047 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,041 %7
  • Endokrinologie0,035 %6
  • Kinderkardiologie0,029 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,029 %5
  • Unfallchirurgie0,029 %5
  • Neurochirurgie0,024 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,018 %3
  • Orthopädie0,018 %3
  • Augenheilkunde0,006 %1
  • Dermatologie0,006 %1
  • Rheumatologie0,006 %1
  • Urologie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Andere Angststörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte