Kurz erklärt: Angststörung: übermäßige, belastende Angst — als Panikattacken, als anhaltende Besorgtheit oder gemischt.
Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.
Panikattacke
Panikzustand
Panikstörung mit Agoraphobie F40.01
10.379 Fälle · 62 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 44 % Allgemeine Psychiatrie’22
Rang 320 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,060 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 42, der Frauen ab etwa 47 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1 | 1 | 0 | 0,010 % | 2,0 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 5 bis unter 10 Jahre | 17 | 9 | 8 | 0,16 % | 1,8 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 296 | 65 | 231 | 2,9 % | 11,3 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 546 | 165 | 381 | 5,3 % | 11,1 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 347 | 113 | 234 | 3,3 % | 18,1 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 928 | 383 | 545 | 8,9 % | 20,5 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 766 | 359 | 407 | 7,4 % | 20,8 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 825 | 386 | 439 | 7,9 % | 18,0 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 807 | 359 | 448 | 7,8 % | 20,2 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 717 | 315 | 402 | 6,9 % | 19,5 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 685 | 251 | 434 | 6,6 % | 20,5 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 759 | 310 | 449 | 7,3 % | 19,9 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 803 | 314 | 489 | 7,7 % | 21,9 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 686 | 273 | 413 | 6,6 % | 18,9 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 553 | 185 | 368 | 5,3 % | 16,7 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 465 | 138 | 327 | 4,5 % | 13,5 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 396 | 103 | 293 | 3,8 % | 12,6 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 457 | 101 | 356 | 4,4 % | 11,5 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 250 | 53 | 197 | 2,4 % | 9,9 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 71 | 9 | 62 | 0,68 % | 7,1 |
| ab 95 Jahren | 4 | 2 | 2 | 0,039 % | 3,3 |
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 21,9 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).
Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (44 % und 19 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F41.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte